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26/03

Stéphane Bittoun & Gregor Praml
JEWS UNDERCOVER. Eine szenisch-musikalische Lesung

Text
Plakat © To Kuehne & Gérard Bittoun
Stéphane Bittoun © Michael Faust
Gregor Praml © Michael Faust
Stéphane Bittoun © Michael Faust
Gregor Praml © Michael Faust

„Mal lustig, mal traurig, aber immer anrührend“, so schrieb es die Frankfurter Allgemeine Zeitung Ende Oktober ’25. Nach der fulminanten Premiere kommt JEWS UNDERCOVER nun zurück in die Romanfabrik!

Unter falscher Identität gelingt einem arabischen Juden 1960 ein Spionage-Coup in höchsten Regierungskreisen Syriens. Er wird ihn mit dem Leben bezahlen … Ende des 19. Jahrhunderts verkleidet sich eine junge Frau als Mann, um an einer Talmud-Schule studieren zu können. Und 1945 überlebt der ehemals berühmteste Clown Berlins das KZ nur, indem er als Hund lebend, bellend und Männchen machend den sadistischen Lagerkommandanten belustigt …

Diese und andere, teils wahren, jüdischen Geschichten hat der Frankfurter Regisseur, Autor und Synchronsprecher Stéphane Bittoun zu einem szenisch-filmisch-musikalischen Abend verwoben – über das oft überlebensnotwendige, meist gefährliche und zuweilen auch lustvolle Spiel mit Identität: „Jews Undercover.“ Denn undercover agieren – das heisst unauffällig bleiben, unterm Radar, getarnt und manchmal eben mit verschiedenen Identitäten. Ist dieses Spiel mit Identität ein speziell jüdisches Phänomen? Ein Talent, eine Bürde? Segen oder Fluch?

Bittoun lädt ein zu einer Reise durch Filme, Romane und Kurzgeschichten. Er hat Zeitungsarchive, die Bibel und intime Tagebücher in Israel durchforstet und macht auch vor seiner eigenen Familiengeschichte nicht Halt. Ob aus Anpassung, als Agent in geheimer Mission oder um Verfolgung und Tod zu entgehen, Undercover ist ein Überlebensprinzip. Der Abend führt von schreiend komischen Geschichten moderner israelischer Autoren wie Etgar Keret über Erzählungen von Über-Assimilation der europäischen Juden oder den wechselnden Heimaten arabischer Juden bis hin zu kuriosen Anekdoten über verdeckte Operationen des israelischen Geheimdienstes. Und auch das klandestine Doppelleben der Straßenkatzen in Tel Aviv wird an diesem Abend gelüftet …  

Die Reise führt durch eine Vielzahl jüdischer Kulturen, über Kontinente hinweg und durch die Zeit: von Lublin über Alexandria nach Brooklyn bis in die Karibik. Und egal wieviel Seemannsgarn in die Erzählungen hineingesponnen zu sein scheint, jede der Geschichten birgt immer auch einen Funken Wahrheit … Bittoun verschneidet Lesung, Film, Schauspiel und Humor - und spielt, wie schon in der legendären Großstadtlesung „Taxi Driver“, in nicht ganz gewöhnlicher musikalischer Besetzung mit dem Kontrabassisten Gregor Praml, der ihn auch in JEWS UNDERCOVER wieder kongenial mit eigenen Soundscapes begleitet.

Idee, Regie, Film und Lesung: Stéphane Bittoun. Musik: Gregor Praml. Special Appearance: Rabbiner Avichai Apel. Kamera: Alex Duesterberg. Animation: Gina Dawidowicz. Schnitt Ilana Goldschmidt.

Eine Produktion von Stéphane Bittoun – entstanden in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt im Rahmen der „Jüdischen Kulturwochen Frankfurt 2025“.

Veranstaltungsbeginn

Donnerstag, 26. März 2026 / 19:30

Eintritt

Solidarisches Preissystem mit 22 Euro (Förderpreis), 17 Euro (regulärer Preis), 12 Euro (Minimalpreis), 6 Euro (Schüler*innen + Studierende)

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