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01/10

HEUTE wie EINST (Uraufführung)
Eine szenische KonzertLesung aus der Reihe „Lyrik trifft Töne“

Ton
Brigitte Leistikow © Maciej Rusinek
Brigitte Leistikow © Maciej Rusinek
Koffer © Maciej Rusinek

Das Zusammenspiel von Musik, Text und szenischer Umsetzung bringt 6 Lieder, 7 Textpassagen, 15 musikalische Wiederholungen, 30 Gongklänge, viele Schwarzweiß-Fotografien und etliche Briefmarken auf die Bühne und in den Zuschauerraum. Für ihre Reihe „Lyrik trifft Töne“ hat Brigitte Leistikow den italienischen Komponisten Alberto Mompellio für die Vertonung von sechs Gedichten der Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz (1901–1974) gewinnen können. Er gibt den bildmächtigen, nachdenklichen Zeilen über Vertreibung, Zerstörung, Einsamkeit und Tod einen Soundtrack unserer Zeit. Harmonisch eigenwillig und melodisch raffiniert setzt er einfühlsam den Sprachduktus und Rhythmus der Schriftstellerin um. In der Besetzung für Stimme, Brigitte Leistikow, und Klavier, Marco Ramaglia, bringt das Duo die vertonten Gedichte zusammen mit Textpassagen aus den tagebuchartigen Aufzeichnungen der Kaschnitz und dem Klavierstück Vexation von Erik Satie als szenische KonzertLesung für Stimme, Klavier und Gong zur Uraufführung.

„Singe das Lied vom Menschenleben, es gibt keinen andern Gesang“, so lautet die erste Zeile des Gedichtes Singe das Lied von Marie Luise Kaschnitz. Wie oft wird der sich immer wiederholende Kanon von Krieg und Zerstörung, Hetze und Menschenfeindlichkeit noch gesungen werden? Kaschnitz schrieb EINST als Betroffene und wachsame Beobachterin emotional anrührend über die Themen ihrer Zeit. Ihre Texte sind zeitlos und immer noch wahr, denn der Kanon wird HEUTE lauter denn je gesungen.

Eine paradiesmedial e.V. Produktion in Kooperation mit dem projektHaus Leistikow. Wir danken der MLK Erbengemeinschaft und dem Suhrkamp Verlag für die Unterstützung. Gefördert durch das Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Veranstaltungsbeginn

Mittwoch, 1. Oktober 2025 / 19:30

Eintritt

Solidarisches Preissystem mit 25 Euro (Förderpreis), 20 Euro (regulärer Preis), 15 Euro (Minimalpreis) - Abendkassenaufschlag je 2 Euro, 6 Euro (Schüler*innen + Studierende)

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