Ein verrückter Bruder in seiner heizungslosen Taunusvilla, der noch lange Zeit die Behörden, Banken und Firmen foppt, bis er ins Heim kommt. Und immer die Hoffnung in sich trägt, im letzten Moment käme die Rettung, wie beim alten Fritz. Die Taxifahrerin, eine ehemalige Architektin, weiß von dem Klüngel bei Ausschreibungen und Wettbewerben zu berichten. Ein älterer Italienfahrer erzählt von der Art, wie in Italien mit der Natur umgesprungen wird. Hermann Peter Piwitt, der große alte Essayist und Erzähler, hat einen knappen, dichten Roman vom Verfall der Ordnung geschrieben, in dem Momente der deutschen Geschichte und Miniaturen des Lebens kunstvoll nebeneinander stehen, sich berühren, sich überlappen. „Die Sprache verlieren: Und nicht mehr verstehen müssen, was sie zusammenredeten, tagtäglich ...“ Jahre unter ihnen erschien im Wallstein Verlag.
| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 3 Euro)