Gleich zu Beginn von Christine Gräns Roman erinnert sich eine ihrer Heldinnen an ihren gescheiterten Selbstmord. Im folgenden stirbt eine gerade zurückgetretene Ministerin auf dem Friedhof durch Selbstmord. Die Wiener Autorin liebt ihre Helden, allesamt liebenswerte, aber nach gängigen Vorstellungen gescheiterte Figuren. Und sicherlich gibt es keine bessere Stadt auf der Welt fürs Sterben als Wien. Auch vielen Deutschen ist bekannt, daß nicht der Stefansdom oder das Burgtheater, sondern der Zentralfriedhof der bedeutendste Ort in Wien ist. Der Tonfall spricht für diesen einzigartigen Roman, wo sonst kann man solch schöne Sätze lesen wie: „Beischlaf ist keine Lösung, doch immerhin eine Ablenkung.“ Heldensterben erschien in der Anderen Bibliothek (Eichborn).
| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 3 Euro)
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