Seine zehnbändige Werkausgabe ist abgeschlossen — und nun ist der 81-jährige Autor Edgar Hilsenrath mit seinem Verleger Volker Dittrich deutschlandweit auf Lesetour. Der jüdische Schriftsteller Edgar Hilsenrath — „einer der größten deutschen Stilisten und Chronist des 20. Jahrhunderts“ (Die Welt) – ist 1926 in Leipzig geboren. 1938 flüchtete er mit der Mutter und dem jüngeren Bruder nach Rumänien. 1941 kam die Familie in ein jüdisches Ghetto in der Ukraine. Hilsenrath überlebte und wanderte 1945 nach Palästina, 1951 in die USA aus. Heute lebt er in Berlin.
1989 erhielt Edgar Hilsenrath den Alfred-Döblin-Preis, 1992 den Heinz-Galinski-Preis, 1994 den Hans-Erich-Nossack-Preis, 1996 den Jacob-Wassermann-Preis, 1999 den Hans-Sahl-Preis, 2004 den Lion-Feuchtwanger-Preis und 2006 den Armenischen Nationalpreis für Literatur und die Ehrendoktorwürde der Universität Jerivan für seinen Roman Das Märchen vom letzten Gedanken über den Genozid an den Armeniern.
| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 3 Euro)