Sascha Anderson, geb. 1953 in Weimar: Nach einer Lehre als Schriftsetzer und Drucker, nach Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, nach Nachtpförtnerei bei Pfunds Molkerei in Dresden, nach Arbeit im Gleisbau Schwarze Pumpe und einer Hausmeisterstelle bei der evang. Kirche u. a. führten ihn seine Irrwege über Ost- nach Westberlin schließlich 1998 nach Frankfurt (Main). Dort liest er nun unter der Überschrift "Über Leben Oder Kunst" älteste und neueste kurze Prosa sowie Gedichte (aus: Da ist ... 33 Gedichte über Kunst oder Leben, Gutleut Verlag): „Der Maler malt nicht das Auge. Schade. Wirklich schade. Das arme, arme Auge, das derart vollendet vergangene ...“ Lorenz Jäger schrieb in der FAZ zu Andersons letzter Lesung in der Romanfabrik (2007): „Es gab eine Zeit, da niemand, jedenfalls im organisierten Kulturbetrieb, ewas von dem enttarnten Stasi-Spitzel annahm. Diese Zeit ist vorbei. Die Kritik hat bemerkt, dass man an der poetischen Gabe dieses Mannes nicht vorbei gehen kann.“
| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)