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Die Autoren

  • Hatice Akyün
  • Lena Gorelik
  • Arne Nielsen
  • Saša Stanišic

Adoptivsprache Deutsch

Akyün, Hatice (Herkunftsland Türkei)
Hatice Akyün wurde 1969 in Akpinar Köyü in Zentralanatolien geboren. 1972 kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie seither lebt. Hatice Akyün schreibt als freie Journalistin u.a. für den Spiegel, Emma und den Tagesspiegel. Sie lebt in Berlin.

Gorelik, Lena (Herkunftsland Russland)
Lena Gorelik, geboren 1981 in Sankt Petersburg, kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als »Kontingentflüchtling« nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang »Osteuropastudien«. Ihr erster Roman Meine weißen Nächte (erschienen im Herbst 2004) wurde vom Magazin bücher als »der beste neue Roman über Deutschland und absolut hinreißendes Buch« gelobt und mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet.

Nielsen, Arne (Herkunftsland Dänemark)
Arne Nielsen, wurde 1971 in Dänemark geboren. Er machte eine Ausbildung zum Herrenschneider und studierte Wirtschaftswissenschaften. Danach arbeitete er u.a. als Tankwart, Vertreter und Konsulatsbeamter. Arne Nielsen lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Stanišic, Saša (Herkunftsland Bosnien-Herzegowina)
Saša Stanišic wurde 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und kam als Vierzehnjähriger nach Heidelberg. Seit 2004 studiert er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Stanišić hat mehrere Stipendien und Preise erhalten, u.a. den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Wie der Soldat das Grammofon repariert ist sein Romandebüt. Das Buch stand 2006 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Zaimoğlu, Feridun (Herkunftsland Türkei)
Feridun Zaimoğlu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das Zeit-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr erhielt er den Hugo-Ball-Preis.

Adoptivsprache Französisch

Alexakis, Vassilis (Herkunftsland Griechenland)
Vassilis Alexakis, geboren 1944 in Athen, ging mit 17 Jahren nach Frankreich, wo er als Journalist und Zeichner sein Geld verdiente. Heute lebt er in Athen und Paris. Seine Romane verfasst er je nach Thema auf Griechisch oder auf Französisch. Er erhielt zahlreiche Preise: 1992 den Prix Albert Camus, 1995 den Prix Médicis für La langue maternelle (Das Rätsel von Delphi, Rotpunkt Verlag) und 1997 den Prix de la Nouvelle de l’Académie française.

Erfan, Ali (Herkunftsland Iran)
Ali Erfan wurde 1946 in Isfahan geboren. Mit 15 Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman, der ihm einen Aufenthalt im Gefängnis bescherte. Weitere 20 Jahre lebte Erfan als Filmemacher und Theaterautor in Iran, bevor er 1981 in Folge massiver Repressionen ins französische Exil ging. In seinen Romanen greift er immer wieder die ambivalente Beziehung zu seinem Heimatland auf.

Gürsel, Nedim (Herkunftsland Türkei)
Nedim Gürsel wurde 1951 in Gaziantep in der Türkei geboren. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Paris. Heute lehrt er an der Sorbonne und ist Forschungsdirektor am CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique). Er ist mehrfacher Preisträger türkischer und französischer Literaturpreise und zählt neben Yaşar Kemal und Orhan Pamuk zu den wichtigsten Gegenwartsautoren der Türkei.

Manet, Eduardo (Herkunftsland Kuba)
Eduardo Manet wurde zu Beginn der 1930er Jahre auf Kuba geboren. In den 50er Jahren ging er ins französische Exil. Als Theaterautor und Schauspieler arbeitete er u.a. mit Roger Blin und Jacques Lecoq. Seine Romane und Theaterstücke verfasste Manet von Anfang an in französischer Sprache. 1992 erhielt er den Prix Goncourt des lycéens für L’île du lézard vert.

Petersen, Pia (Herkunftsland Dänemark)
In Dänemark geboren, kam Pia Petersen durch ihre Liebe zum Reisen nach Frankreich und studierte an der Sorbonne Philosophie. Nach ihrem Abschluss eröffnete sie in Marseille die Buchhandlung »Le Roi Lire«. 2002 veröffentlicht sie ihren ersten Roman Le jeu de la facilité. Im August erscheint ihr neustes Werk Passer le pont.

Raharimanana, Jean-Luc (Herkunftsland Madagaskar)
Jean-Luc Raharimanana, 1967 in Antananarivo / Madagaskar geboren, wurde mit dem Theaterstück Le Prophète et le Président bekannt, das 1991 in New York Premiere feierte. 1989 verließ er Madagaskar und lebt seitdem als Journalist und Lehrer in Paris. Ausgezeichnet wurde er sowohl für seine Theaterstücke, als auch für seine Romane und Gedichte.

Adoptivsprache Italienisch

Hajdari, Gezim (Herkunftsland Albanien)
Gezim Hajdari, geboren 1957 in Albanien, studierte in seinem Heimatland albanische Philiologie und in Rom moderne Philologie. Nach 5 Jahren Zensur wird seine erste Gedichtsammlung veröffentlicht. Er gründet mit anderen Intellektuellen die Zeitschrift »Il momento della parola«, arbeitet bei der Republika und als Literaturlehrer.1992 geht er ins Exil nach Italien. Er wird als einer der besten lebenden Dichtern Italiens geschätzt, seine Gedichte schreibt er auf Albanisch und Italienisch.

Jaeggy, Fleur (Herkunftsland Schweiz)
Fleur Jaeggy; in Zürich geboren, hat die Jugend zwischen der Schweiz und Rom verbracht und lebt seither in Mailand. Sie hat Romane und Essays veröffentlich. Ihre Freundschaft zu der Autorin Ingeborg Bachmann ermunterte sie zum Schreiben. Jaeggys Stil ist geprägt von kurzen, nüchternen, scharf und schnell aufeinanderfolgenden Sätzen. Die Erzählungen haben immer einen autobiographischen Hintergrund. Einige Werke von Fleur Jaggy wurden ins Deutsche übersetzt: Wasserstatuen, Die seligen Jahre der Züchtigung, Die Angst vor dem Himmel und Proleterka.

Janeczek, Helena (Herkunftsland Deutschland)
Helena Janeczek geboren 1964 in München, lebt seit 1983 in Italien. Ihre erste Gedichtsammlung wurde 1989 im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Nach ihrem Umzug nach Italien beschäftigt sie sich mit Romanen und schreibt auf italienisch von ihren Lasten als Jüdin in zweiter Generation nach dem Holocaust. Im Jahr 2002 hat sie einen weiteren Roman mit dem Titel Cibo (dt. Übersetzung: „Essen“) veröffentlicht, in das Thema Essstörungen im Mittelpunkt steht. Sie ist Mitarbeiterin des Gemeinschaftsblogs »Nazione Indiana«.

Martins, Julio Monteiro (Herkunftsland Brasilien)
Julio Monteiro Martins, geboren 1955 in Brasilien, ist Professor für kreatives Schreiben und hat an mehreren Universitäten unterrichtet. 1979 wurde ihm der Titel »Honorary Fellow in Writing« von der Iowa Universität verliehen. Er ist Mitbegründer der brasilianischen Grünen Partei und der Umweltschutzbewegung »Os Verdes«. Er engagiert sich für Menschenrechte und die Straßenkinder in Brasilien. Seit 1995 lebt er in der Toskana, wo er als Professor und Schrifsteller tätig ist und leitet die online Zeitschrift www.sagrana.net. Die Werke von Julio Monteiro Martins sind noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Ochkayová, Jarmila (Herkunftsland Slovakei)
Jarmila Ochkayová, geboren 1955 in der Slovakei, zog 1974 nach Italien und machte ihren Hochschulabschluss in Emilia. Die Autorin sagt, dass das Schreiben in ihrer Muttersprache sie beschränke, dennoch sei die gebürtige Kultur Voraussetzung, um die »fremde« Kultur zu entschlüsseln. Aus der Märchentradition ihres Heimatlandes stammt die Anwendung von Metaphern, Traumwelten und Naturstimmen. Ihre musikalische Erziehung dient dazu, die Melodie der Sprache zu spüren. Die Werke von Jarmila Ochkayová sind noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Pakravan, Amineh (Herkunftsland Iran)
Die Iranerin Amineh Pakravan hat ihren Hochschulabschluss in Mittelalterlicher Geschichte in Frankreich gemacht und lebt heute in der Toskana. Ihr Buch Il libraio di Amsterdam thematisiert den schweren Prozess von Aberglaube und religiösem Dogmatismus zur Aufkärung im 16. Jahrhundert anhand einer ausgewanderten Familie. Die Themen sind zeitgemäß und geben den Lesern Denkanstöße. Il libraio di Amsterdam ist noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Ziarati, Hamid (Herkunftsland Iran)
Hamid Ziarati, geboren 1966 im Iran, floh nach der Revolution nach Italien. Er schreibt, um sich Erinnerungen und Traditionen seiner persischen Kindheit zu bewahren. In seiner ersten Erzählung Un giorno da stella beschreibt er aus den Augen eines Kindes eine Reise durch Kultur und Tradition. Ziarati arbeitet an einem anderen Roman, dessen Handlung in Iran stattfindet. Diesmal will er sich aber auf das Leben des Protagonisten konzentrieren, und nicht auf die Geschichte des Landes. Seine Werke sind noch nicht ins Deutsch übertragen worden.

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