Wie ein einem neuen helldüsteren Licht, in diesem einzigartigen Schwarzweißblau leuchtet in Ostermaiers Gedichtband Polar der französischen Agentenfilm, das als film noir bekannte Genre der französischen Filmkunst neu auf. Eine wundersame Verwandlung von bewegten Bildern in satzzeichenfreie Gedichte, thematisch in vier Kapiteln geteilt, gelingt hier Albert Ostermaier, der diese besondere Klarheit des filmischen Raums mit der atmosphärischen Unbestimmtheit (oder Mehrstimmigkeit) der Filme in Sprache übersetzt. Diese Übersetzung führt uns wieder zu den Filmstimmungen zurück, wie sie in Auswahlfotos in dem bei Suhrkamp erschienen Polar zu sehen sind.
Für die musikalische Stimmung sorgt der Musiker Hans Platzgumer.
| Text & Ton | 20:30 Uhr | Eintritt: 8 Euro (Ermäßigt: 5 Euro)