In einem kammerspielartigen Roman gelingt es Erika Pluhar, das Spiel zwischen Mann und Frau neu auszuleuchten. Ein erfolgsgewohnter, sportlich gestählter Mann im besten Alter verliert den Boden unter den Füßen, da sein Körper „ein Eigenleben gefräßiger Zellen“ zuließ. Worauf er sich stützte, wankt. Bislang übersah er alles Schmerzliche, was in Frauenaugen auftauchte, geflissentlich und verließ, sollte dies andauern, die Frau. Seitdem ihm Marie, im Moment seiner Schwäche, auf dem Waldboden liegend, wiederbegegnete, gehen ihm unbekannte Gedanken durch den Kopf. Größte Aufmerksamkeit für das Innenleben der Männer und ein melancholisch-hoffnungsfroher Blick zeichnen die Geschichte von Emil und Marie aus.
Der Roman Er erschien im Residenz Verlag. Während der Lesung wird Erika Pluhar einige Lieder a capella vortragen.
In Zusammenarbeit mit Ars Vivendi.
| Text & Ton | 20:30 Uhr | Eintritt: 20 Euro (ermäßigt: 15 Euro)