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Mörderische Nachbarn – Krimis aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden

Roger Graf
Der Mann am Gartenzaun

Roger Graf

Auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik in Zürich wird ein Skelett entdeckt. Wer war der junge, groß gewachsene Mann und weshalb musste er sterben? Damian Stauffer und sein Team von der Kripo Zürich versuchen dem Toten ein Gesicht und einen Namen zu geben. Doch je mehr sie in Erfahrung bringen, umso rätselhafter erscheint der Fall. Jene, die den Toten gekannt haben, scheinen alle einem anderen Menschen begegnet zu sein ... Und ein kranker Mann wittert seine letzte große Chance. Pendragon Verlag, 376 Seiten,  19.90 €

Roger Graf wurde 1958 in Zürich geboren, wo er auch noch lebt und schreibt. In der Schweiz wurde er berühmt mit seiner Hörspielserie „Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney“, die seit 1989 im Schweizer Radio läuft, und für die er bereits über 300 Folgen geschrieben hat. Graf ist zudem der Verfasser mehrerer Kriminalromane. Mit den Romanen „Die Frau am Fenster“ und „Der Mann am Gartenzaun“ startet er eine neue Krimiserie mit dem Team von Damian Stauffer, das bei der Zürcher Kriminalpolizei ermittelt.

Moderation: Holger Ehling

"Mörderische Nachbarn" ist eine Krimireihe in Zusammenarbeit mit den Generalkonsulaten der Schweiz und der Niederlanden. Mit freundlicher Unterstützung von Zürich Tourismus und der Stiftung Pro Helvetia.

| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)

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Stimmen zum Buch

"Der Mann am Gartenzaun" scheint auf den ersten Blick nichts Besonderes. Viel Polizeialltag, ein bisschen Täterperspektive, ein wenig Opferblick. Aber während man noch murren will, nun könne mal was Prägnantes kommen, zieht das Buch einen in Bann. Weil es nämlich sehr konsequent aus Kleinigkeiten und Mühseligkeiten aufgebaut ist und Graf sich eine interessante Spurenlage und Recherchekette ausgedacht hat. Weil "Der Mann am Gartenzaun" beim Versuch, eine skelettierte Leiche zu identifizieren, mit einer der Grundfaszinationen des Krimis spielt: mit dem Bemühen, das Zeichen- und Restechaos des Alltags lesbar zu machen, das banale Einzelleben als herausschälbare Biografie zu retten.
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, Tages-Anzeiger

Hintergründig dreht sich der Krimiplot um Sein oder Schein, abruptes Auf- oder Abtauchen von Personen in fremdem Leben. Denn Zeugen, die den Toten — vermeintlich — gekannt hatten, scheinen alle eine unterschiedliche Person getroffen zu haben. Einerseits hat sich der Mann je nach Gegebenheit oberflächlich seinem Gegenüber angepasst, andererseits projizieren die Lebenden gern ihre Wünsche auf ihn und die Vergangenheit — in jedem Fall löst das plötzliche Verschwinden viele Fragen aus. Eine klaffende Lücke hinterlässt vor allem auch das verschwundene Mädchen, von dem die Polizei zwei Jahrzehnte später noch keine Spur hat. Die Mutter versucht die Polizisten um Damian Stauffer mit allen Mitteln wieder auf Trab zu bringen. Zum Finale hin wird das Erzähltempo rasanter, bis es in einer Mischung aus Hochmut, Hoffnungslosigkeit und Irrsinn eskaliert. Ein unterhaltsamer Zürich-Krimi, bei dessen Lektüre sich die Lippen oft mit einem spröden Lachen kräuseln.
Sonja Lüthi Ihle NZZ

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