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Friedrich C. Delius
Bildnis der Mutter als junge Frau

Friedrich C. Delius

Diese Erzählung hat den Ton eines Tagebuches, besser eines Briefes, in dem eine in Rom lebende Deutsche, die unter ihrem Herzen ein Kind trägt, alles notiert, was ihr an diesem Tag im Januar 1943 durch den Kopf geht an Erinnerungen und Wahrnehmungen. Insbesondere ist diese Erzählung ein Portrait der Mutter des Autors selbst, der im Jahre 1943 in Rom zur Welt kam. Das Mehl war knapp, das Brot ebenso, der Krieg war noch nicht verloren, auf jeden Fall dauerte er schon zu lang. Der Mann kämpfte in Ostafrika, und sie als Protestantin fühlt sich im katholischen Rom nicht geborgen. Mit der Kunst der intimen Form, dieser subjektiv gebrochenen Geschichtserfahrung, gelingt es dem Autor, wahrhaft schön über  jene Epoche zu erzählen

F. C. Delius schrieb unter anderem Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (1994) und Mein Jahr als Mörder (2004). Bildnis der Mutter als junge Frau erschien bei Rowohlt Berlin.

| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 3 Euro)