Franz Mon gehört zu den wichtigsten deutschen Vertretern der konkreten Poesie. Dazu ist er aber auch Hörspielautor und Grafiker. Und über seine verbalen, akustischen und visuellen Texte hinaus beschäftigt er sich auch noch mit Literatur und Sprache überhaupt in seinen Essays (erschienen bei Janus Press 1994). Dies alles macht ihn zu einer der faszinierendsten künstlerischen Persönlichkeiten, die in Frankfurt leben. Ein einzelnes Wort — auf ein leeres Blatt gesetzt — kann ihm schon ein Gedicht sein, und wenn er ein zweites Wort hinzufügt, entstehe schon ein „diffiziler poetischer Vorgang“. Dies erklärt sicherlich hinreichend Franz Mons Verhältnis zum Alphabet, dessen Bestandteile die Grundlage für dieses Wechselspiel zwischen Bild und Bedeutung liefern. Da dies noch aufgeladen wird durch Laute, sind alle Momente versammelt für ein tönendes Schauspiel. Franz Mon wandert an diesem Abend tönend und bildnerisch durchs Alphabet, präsentiert sein perpetuum mobile aus Sinn und Gestalt.
| TON & BILD | 20:30 Uhr | Eintritt 6 Euro (ermäßigt: 5 Euro)