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Mörderische Nachbarn – Krimis aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden

Charles den Tex
Die Zelle

Charles den Tex
© Joyce van Belkom

Was mit gestohlenen Daten so alles passieren könnte, hat der niederländische Autor Charles den Tex in seinem abgründig aktuellen Kriminalroman Die Zelle (Grafit Verlag) dargestellt. Der Roman beginnt mit einem fingierten Autounfall, eigentlich ein Mordanschlag. Der Held, Unternehmensberater Michael Bellicher, meldet sich als Unfallzeuge und findet sich unversehens im Knast als Fahrer des Unfallfahrzeuges wieder. Dort kann er sich lange Gedanken darüber machen, wie jemand an seine persönlichsten Daten herankam und wie er letztlich zur öffentlichen Person wurde. Endlich wieder auf freiem Fuß, beginnt er sofort mit der Jagd auf die Identitätsdiebe und ihre Hintermänner. Charles den Tex wurde mit dem niederländischen Krimipreis „Gouden Strop“ (‚Goldener Strick’)  ausgezeichnet. Mit Die Zelle landete er in den Niederlanden einen Bestseller.

Mit freundlicher Unterstützung des Niederländischen Generalkonsulats.

| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)

Weitere Informationen

Auf dem Weg zu einem Kundentermin wird der junge Amsterdamer Unternehmensberater Michael Bellicher Zeuge eines schweren Autounfalls und ruft die Polizei. Als die Beamten eintreffen, haben sie jedoch nichts Besseres zu tun, als Bellicher festzunehmen und ihn eines anderen Unfalls mit Todesfolge zu beschuldigen. Kaum ist er wieder auf freiem Fuß, erfährt er, dass bei einer ihm fremden Bank ein Kredit auf seinen Namen über mehr als drei Millionen Euro geplatzt ist. Seinen hilflosen Erklärungsversuchen für diese Vorfälle schenkt noch nicht einmal seine Pflichtverteidigerin Guusje van Donee Glauben. Und nicht nur das: Unbekannte heften sich an Bellichers Fersen und trachten ihm nach dem Leben.

Wer versucht, systematisch die Kontrolle über seine Existenz zu übernehmen? Und warum? Bellicher nimmt den Kampf auf und macht sich auf die Suche nach seiner verlorenen Identität. Eine rasante Jagd beginnt, durch Großstädte und niederländische Treibhauslandschaften genauso wie durch das World Wide Web. Der Nr.-1-Bestseller aus den Niederlanden – ausgezeichnet mit dem ›Gouden Strop‹ 2008. Grafit Verlag, Februar 2009.

Charles den Tex wurde 1952 in Australien geboren und lebt seit 1958 in den Niederlanden. Er studierte Film und Fotografie in London, arbeitete als Werbetexter und später als Kommunikations- und Managementberater. Den Tex zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Niederlande. Für beide Michael-Bellicher-Thriller wurde der Autor mit dem niederländischen Krimipreis ›Gouden Strop‹ ausgezeichnet. Mit Die Zelle landete er in den Niederlanden einen Bestseller.

www.charlesdentex.com

Stimmen zum Buch

Die Zelle gehört zu den Büchern, die sehend, nicht voraussehend, den Zustand dessen beschreiben und als Hintergrund und bedrohliches Umfeld skizzieren, was uns zur Zeit tagtäglich umgibt: vor allem die Medien wenden es ohn´ Unterlass, als wenn der Druck für direkt Betroffene nicht schon groß genug wäre. Uns beschäftigen, Verwirrung stiften, damit ihr Geschäft as usuell weitergeht. Unbeschadet, denn das, was sie an Teuflischem hervorgeholt haben, wendet sich nun gegen Unwissende, Betrogene, Ohnmächtige und Unschuldige. In „Die Zelle“ gerät jemand wie bei Franz Kafka in die Mühlen, erbarmungslos. Und er hat nicht im Entferntesten Ahnung, warum! Allerdings ist bei Charles den Tex der Protagonist, Michael Bellicher, gewissermaßen mit den Müllern verwandt. Er ist Unternehmensberater und hat durchaus hin und wieder in Erfüllung seiner Arbeits-Aufgaben Kontakte zu den Schattenbereichen gehabt, die ihm jetzt zum Verhängnis werden. Wie eine zweite Folie, die nur ab und zu sichtbar wird, liegt diese skrupellose, nur an Interessen und Geld ausgerichtete Welt unter dem Alltäglichen. Spannend, intelligent, informativ: Cyberspace in Gespenster-Treibhäusern. Wie im richtigen Leben!
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