Eine widerspruchsvolle Stadt wird dialogisch wahrgenommen und erzählt. Dies gelingt den beiden Frankfurter Journalisten auf sehr lebendige Art, vielleicht weil ihre gegenseitige Liebe die Liebe zu ihrer heimatlichen Stadt mit einschließt. Wir entdecken also wieder, oder neu, das Königsbrünnchen im Stadtwald, den Schweizer Platz, das Uhrtürmchen in Bornheim, den Lohrberg; die schattigen Straßenschluchten unterhalb der Hochhäuser, den Industriepark im westlichen Hoechst, durch die Tangente der Straßenbahnlinie 11 verbunden mit den Fabrikgeländen im Fechenheimer Gewerbegebiet. Katja Kupfer und Christoph Schröder erkunden bei ihren Rundgängen durch das Frankfurter Stadtgebiet Orte, die nicht zwangsläufig touristische Sehenswürdigkeiten sein müssen, sondern oft erst durch den besonderen Blick der Autoren, durch die Aufladung mit der immer wieder einsetzenden Erinnerung, an Bedeutung gewinnen. Es sind zwei Stimmen und zwei Wahrnehmungen, die eine Harmonie ergeben.
| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (Ermäßigt: 3 Euro)