Werner Schneyder, Gespräch unter zwei Augen– 16. Januar 2017

„Der Kabarettist, Widerpart des unvergessenen Dieter Hildebrandt, ist ein promovierter Philosoph. In seinem „Gespräch unter zwei Augen“ erzählt er den „Dialog eines Lebens“.“

Frizz, Januar 2017

  

Junge Deutsche Philharmonie, Von der musikalischen Kraft der Sprache –

21. Januar 2017

 „Die aktuelle Konzertreihe der Romanfabrik begibt sich auf die Suche nach der Direktheit des Ausdrucks in der Geschichte der Musik. Dabei wird die Wechselwirkung zwischen Musik und Sprache näher beleuchtet. Die Kammermusik von Leoš Janácek bildet hierbei den roten Faden, den die Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie aufgreifen werden.“

Frizz, Januar 2017

 

Dieter Thomä, Philosophisches Café – 11. Januar 2017

 „Im Wechsel zwischen dem Ordnungsfanatiker Thomas Hobbes und dem Chaosfreund Friedrich Nietzsche entwickelt der an der Universität St. Gallen lehrende Dieter Thomä eine Philosophie des Störenfrieds und greift dabei die vergessene politische Figur des „puer robustus“ auf, des kräftigen Burschen. Einer der letzten größeren Störenfriede ist laut Thomä der Enthüller Edward Snowden.“

Frankfurter Rundschau, 9. Januar 2017

 

Heinz Sauer & Michael Wollny, Neujahrskonzert –  7. Januar 2017

„Seit einem halben Jahrhundert führt Heinz Sauer die schier endlose Phalanx von Tenorsaxophonisten in Deutschland an und bereichert zudem die internationale Riege der stilistisch eigenständigen Interpreten auf diesem prototypischen Jazzinstrument. Michael Wollny ist der vielseitigste, innovativste, zu den größten Hoffnungen zählende jüngere Pianist des Jazz (und anderer Stilgattungen) hierzulande.

Wenn sie zusammen spielen, dann öffnen sich die Pforten der Wahrnehmung, und man erlebt eine Musik, die man so noch nie gehört hat.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rhein-Main-Zeitung, 9. Januar 2017

  

Philipp Mosetter, Die Einladung – 31. Januar 2017

„Ein Mann, der eigentlich nie seinen Geburtstag feiert, lässt sich darauf ein, Freunde einzuladen, um mit ihnen zum ersten Mal den Tag seiner Geburt zu begehen. (…) Die Tischgespräche, in denen bald Eitelkeiten, Boshaftigkeiten, geistige und temperamentmäßige Unverträglichkeiten zum Vorschein kommen, werden von Philipp Mosetter mit kühnem Witz und leichtfüßiger Ironie auf den Punkt gebracht. Das Drama der Normalität und des Banalen wird im Roman „Die Einladung“ seziert, die Stunden des Zusammenseins der Gesellschaft geraten zu einem Protokoll abgründiger Verhältnisse.“

Faust Kultur, 19. Januar 2017

 

Silke Scheuermann, Wovon wir lebten – 24. Januar 2017

„Marten stammt aus einem guten, durch die Suchterkrankung der Mutter aber ständig gefährdeten Elternhaus. Er wird schon als Jugendlicher kriminell, handelt mit Drogen, wird selbst süchtig, schlägt sich so durch, macht dies und das. (…) Aber Scheuermanns bunter, kräftiger Entwicklungsroman (…) meint es gut mit dem jungen Mann, der, wie er selbst es ausdrücken würde, keine großen Erwartungen an das Leben hegt. Am Ende steht zwar kein Rezept für Glück, aber das Staunen darüber, wie reichhaltig sich das Leben auch dann anfühlen kann, wenn es etwas unspektakulärer zugeht.“

Frankfurter Rundschau, 21. Januar 2017

 

Valentin Garvie & Bob Degen – 3. Febrauar 2017

„Der junge argentinische Trompeter Valentin Garvie hat dem Jazz in Frankfurt in den letzten Jahren viele Impulse gegeben. (…) Früh fand Garvie in dem amerikanischen Pianisten Bob Degen einen Verbündeten, der Hessische Jazzpreisträger von 1994, ist seit Jahrzehnten in Frankfurt zu Hause. Nun sind beide im Duo in der Romanfabrik zu hören.“

Strandgut, Januar 2017

 

Thomas Brussig, Beste Absichten – 7. März 2017

 „Ostberlin 1989. In einem Keller probt Die Seuche, eine Band, die Großes vorhat. Ihr einziger Fan ist zugleich ihr Manager. Äppstiehn tut, was er kann – und das ist nicht viel. Die Seuche spielt bei Familienfesten und Geburtstagsfeiern und lässt sich in Autoschiebereien am Rande der Prager Botschaft verwickeln. Doch gegen die Wende ist sogar Äppstiehn machtlos. Plötzlich spielt Musik keine Rolle mehr. Aber geht das überhaupt?“

Lesungsleporello S. Fischer Verlag, Februar 2017

 

Peter Lerchbaumer, Monica Ries & Christoph Stoll, Unterwegs. Texte und Lieder –

2. Februar 2017  

„Unterwegs zu sein, äußere und innere Kontinente zu erkunden, verbindet Menschen seit vielen hundert Jahren und entfernt sie zwangsläufig voneinander. Dieser Abend folgt diesem Thema und Peter Lerchbaumer liest Texte von großen Reisenden, wie Robert Louis Stevenson. Die Sängerin Monica Ries singt die Lieder von Ralph Vaughan Williams und Ernst Krenek. Christoph Stoll begleitet sie am Klavier.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Februar 2017

 

Thomas Gsella, Saukopf Natur – 14. Februar 2017

„Der ehemalige Redakteur und Chefredakteur der „Titanic“ kommt von der Natur nicht los. Der Mensch, selbst ein Teil derselben, steckt immer mittendrin bei Thomas Gsella, sei es in seinem Gedichtband „Viecher“, sei es in seinem jüngst unter dem Titel „Saukopf Natur“ erschienenen Gedichten.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Februar 2017

 

Eva Kruse, On the Mo – 22. Februar 2017

„Auf einer schwedischen Schäreninsel hat sie sich niedergelassen, die Bassistin Eva Kruse, die in ihren Kompositionen gern Elemente aus Jazz und Klassik oder Pop mischt. Nach ihrem Debüt „In Water“, für das sie den Echo Jazz 2016 erhielt, meldet sie sich mit ihrem neuen Werk „On the Mo zurück. „Mo“ bezeichnet auf den autofreien Schären das Lastenmoped, mit dem Kruse auch ihren Kontrabass zum Fähranleger führt.“

Frankfurter Rundschau, 22. Februar 2017

 

Jens Düppe Quartett, Anima – 16. Februar 2017

„Schlagzeugern wird die Fähigkeit zur Komposition ja gern einmal aberkannt. (…) Aber den wenigen Perkussionisten, die sich auf das Komponieren einlassen, gelingt oft Ungewöhnliches. (…) Der aus Schwäbisch Gmünd stammende Schlagzeuger hatte seine Gruppe immer im Blick, lächelte, wenn ein Solo besonders gelang oder sich die vielen Dissonanzen zu dramatischen Klangpartien formten. Er forderte seine Mitmusiker und drängelte mit seinem nur aus dem Nötigsten bestehenden Drumkit dazwischen. Alles eine Frage der Inspiration: Düppe bearbeitete sein Schlagzeug mit den Händen, mit Plastiktüten, der Rückseite der Jazzbesen. Und er nutzte die Kanten der Becken und Trommeln als Klangkörper.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Februar 2017

  

Helmut Ortner, Gnadenlos Deutsch – 5. April 2017

„Der Frankfurter Publizist Helmut Ortner legt mit „Gnadenlos Deutsch“ fünf Dossiers zur Erinnerung an NS-Täter und NS-Opfer vor. Es sind Recherchen zum Kriegsrichter Erich Schwinge, zum KZ-Aufseher Arnold Strippel, zum Volksgerichtshofvorsitzenden Rudolf Freisler. Ortner würdigt hingegen die Hitler-Attentäter Georg Elsner und Maurice Bavaud.“

Faust-Kultur

 

Johannes Enders & Günter „Baby“ Sommer, Sources – 30. März 2017

„Das Duo von Johannes Enders und Günter „Baby“ Sommer ist ein Abenteuerspielplatz zweier Individualisten. (…) Zwei Geschichtenerzähler von Gnaden, die sich anfeuern, zuhören, die aufeinander reagieren und miteinander abheben.“

Frizz März 2017

 

Oliver Nachtwey, Die Abstiegsgesellschaft – 15. März 2017

„Am Mittwoch tritt der Soziologe und Ungleichheitsforscher Oliver Nachtwey mit seinem Buch „Die Abstiegsgesellschaft“ auf: „Wer mehr Geld in Bildung investiert, aber die Beschäftigungsverhältnisse prekär lässt, verkehrt ihr Emanzipationspotential – und die Ausbildung wird zu einem weiteren Austragungsort von Wettbewerb und Konkurrenz.““

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12. März 2017

 

Sandra Kreisler & Roger Stein: Wortfront, Lieder zwischen Panik und Poesie – 23. März 2017

„Bei Sandra Kreisler und Roger Stein geht es sarkastisch zu, und wenn die beiden als Duo Wortfront die Bühne entern, verdichtet sich mancher Song zur blitzenden Satire. (…) Doch bleibt neben allem skurrilen und bitterbösen Humor immer genug Platz für zärtliche Botschaften.“

Frankfurter Rundschau, 20. März 2017

 

Herbert Heckmann, Benjamin und seine Väter – 25. April 2017

„Wenn man keinen Vater hat, so muss man sich mehrere erfinden! Vom 24. April bis 7. Mai steht der Roman „Benjamin und seine Väter“ von Herbert Heckmann (1930-1999) im Mittelpunkt von Frankfurt liest ein Buch. (…) Peter Härtling sagte über den Schriftsteller, Herausgeber und Dozenten: „Heckmann war ein wahrhaft Gebildeter, einer, der mit seinem Wissen spielte, ein heißhungriger Koch und ein heimlicher Musikant.“ Persönlich geht es in der Romanfabrik zu: Der Münchner Komponist Moritz Eggert, Sohn Herbert Heckmanns, hat einen Gedichtzyklus seines Vaters – „Laßt uns ungereimt sein“ – vertont.“

Kulturelle Kurznachrichten, April/Mai 2017

 

John Burnside, Wie alle anderen – 21. März 2017

„Der 1955 in der Grafschaft Fife geborene schottische Dichter und Schriftsteller stellt (…) im Gespräch mit dem Frankfurter Literaturwissenschaftler Jan Wilm seinen autobiographisch grundierten Band „Wie alle anderen“ vor. Der ist zwar schon im vorigen Sommer auf Deutsch erschienen, aber das tut der Wucht von Burnsides Erzählen ja keinen Abbruch.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. März 2017

"Der schottische Romancier und Dichter John Burnside hat mit seinem jüngsten Buch „Wie alle anderen“ ein autobiographisch-fiktives Werk vorgelegt. Nach Jahren des Vorsatzes, ja nicht zu werden wie sein Vater, muss sich John Burnside eingestehen, dass er genau den gleichen Weg zur Hölle eingeschlagen hat wie der Mann, den er zutiefst verachtet: Drogen, Alkohol, Lügen und die systematische Weigerung, für sich und sein Handeln Verantwortung zu übernehmen. Ganz unten angekommen beschließt er, ein „bürgerliches“ Leben zu führen, zu sein wie alle anderen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. März 2017

 

Nedim Gürsel, Der Sohn des Hauptmanns – 29. März 2017

„Als er spürt, dass der Tod naht, vertraut ein alter Journalist in Istanbul seinem Tonbandgerät seine Lebensgeschichte an. Er erzählt von der Kindheit in der türkischen Provinz, vom unnahbaren Vater, der als Mitglied des Militärs am Putsch von 1960 beteiligt war, vom Internat in Istanbul. Immer wieder kehrt er dabei zurück zu seiner jung verstorbenen Mutter.“

Frankfurter Rundschau, 28. März 2017

 

Laurent Binet, Die siebte Sprachfunktion – 26. April 2017

„Mit einer leichtfüßigen und anspielungsreichen Sprache und unter dem Mantel eines Kriminalromans wird das Pariser Intellektuellen-Milieu der achtziger Jahre parodiert und zurechtgerückt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. April 2017

 

Mats-up, The nature of the blues – 18. Mai 2017

 „Atmosphärisch oder dynamisch, transparent oder schräg: Schweizer mit Charakter.“

Journal Frankfurt, Nr. 11/2017

 

Rike Scheffler, der rest ist resonanz – 23. Mai 2017

„Rike Scheffler performt Gedichte, Lieder und „Loop-poems“ aus ihrem preisgekrönten Gedichtband „der rest ist resonanz“. Die Lyrikerin schafft Klanglandschaften mit der „Kraft ihrer Poesie, ihrer Stimme und Bühnenpräsenz“.“

Frizz, Mai 2017

 

Salon Fluchtentier No. 5: Maren Kames & Thorsten Krämer – 20. Mai 2017

„Die Autorin Maren Kames bezieht in ihrem Debütband „Halb Taube halb Pfau“ Klangcollagen ein, die sich mittels moderner Mobiltelefone aufrufen lassen. (…) Thorsten Krämer wählte in seinem Werk „The Democratic Forest“ Fotografien von William Eggleston zu Orten seiner Gedichte und durchreist Egglestones umfangreiche Arbeiten mit der Frage: „Wie reisen Dichter, wie Fotografen?“.“

Frizz, Mai 2017

 

Jo van Nelsens Grammophon-Lesung, Käsebier erobert den Kurfürstendamm – 11. Mai 2017

„In seiner Reihe „Grammophon-Lesungen“ stellt der Musikkabarettist Jo van Nelsen in der Romanfabrik einen der authentisschsten Berlin-Romane der 20er Jahre vor. „Käsebier“ aus der Feder von Gabriele Tergit erzählt von Aufstieg und Fall des Volkssängers Käsebier, den ein Zeitungsreporter in einem billigen Varieté entdeckt. Um Eindruck in der Redaktion zu machen, puscht er den Sänger zum Megastar hoch. Spekulanten hängen sich an den Ruhm, Käsebier wird hemmungslos vermarktet. Zwischen den Textauszügen erklingen Schlager und Tanzmusik der 20er Jahre.“

Frankfurter Rundschau, 11. Mai 2017

 

 Pit Knorr & Thomas Gsella lesen: F.W. Bernstein: Frische Gedichte – 16. Mai 2017

„Bedauerlicherweise ist der Autor F.W. Bernstein krank. Deshalb reist er nicht aus Berlin nach Frankfurt an, um (…) aus seinem Band „Frische Gedichte“ (…) zu lesen. Das übernehmen aber seine Kollegenfreunde von der Neuen Frankfurter Schule, Pit Knorr und Thomas Gsella. „Eine mehr als nette Geste!“, schallt es aus der Romanfabrik, und alle nicken und kommen zahlreich.“

Frankfurter Rundschau, 15. Mai 2017

 

Roland Kaehlbrandt, Was die deutsche Sprache kann – 24. Mai 2017

„Der Linguist und Sprachbeobachter Roland Kaehlbrandt beschäftigt sich in seinem Frankfurter Verlag Vittorio Klostermann erschienenen Buch „Logbuch Deutsch – wie wir sprechen, wie wir schreiben“ mit dem Reichtum der deutschen Sprache. Was kann sie? Was machen wir aus ihr? Hat sie eine Zukunft als Sprache der Integration im Einwanderungsland?“

Frankfurter Rundschau, 23. Mai 2017

 

Uwe Oberg, Piano Solo – 1. Juni 2017

„Der 1962 geborene Pianist Uwe Oberg spielt an der Schnittstelle zwischen Jazz und neuer improvisierter Musik. (…) Welches Material er auch immer spielt, er transformiert alles in seine unverwechselbare, schillernde Klangsprache, die keine stilistischen Grenzen kennt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juni 2017

 

Arno Camenisch, Die Launen des Tages – 14. Juni 2017

„In Arno Camenischs Kurzgeschichten „Die Launen des Tages“ gerät der Reisende von einem Verhängnis ins nächste, denn das Leben schlägt dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet. Begegnungen machen das Leben aus, und es ist die Liebe, die es am Laufen hält. Um die Liebe kreisen diese Geschichten, die wie Gewitterleuchten sind und unberechenbar wie das Wetter, es kann in jedem Augenblick in ein bedrohliches Donnerwetter oder in ein Lichtspektakel kippen, und am Ende ist meistens alles ein bisschen anders, als man meinte.“

Faust – Kultur, 7. Juni 2017    

 

Salon Fluchtentier No. 6: Back to CCCP – 20. Juni 2017

„Wer sich am 20. Juni in die Romanfabrik traut, wird merken – der Kalte Krieg ist vorbei. Salon Fluchtentier spendiert jedem Gast ein Glässchen Wodka und eingelegte Gurken als kleines Aperitif für einen Abend im Geiste der vielzitierten sowjetischen Seele. Gedichte werden gelesen, Kosakentänze aufgeführt, es wird gesungen und getrunken. Durch den Abend führen Yevgeniy Breyger und Olga Galicka. Nils Fabian Brunschede sorgt für die musikalische Begleitung, Oleg Jurjew und Julia Simon für den lyrischen Unterbau.“

Faust Kultur, 7. Juni 2017