Heinz Sauer & Michael Wollny, Neujahrskonzert – 8. Januar 2015

„12 Jahre währte ihre wunderbare künstlerische Partnerschaft nun schon. […] Zwei charismatische Klangmaler faszinieren mit intimen musikalischen Dialogen.“

Journal Frankfurt, Nr. 1-2/2015

„Michael Wollny und Heinz Sauer am Anfang des Jahres 2015, das ist kein eingespieltes Duo des zeitgenössischen Jazz, sondern ein sensibles, unsentimentales, risikobereites musikalisches Gebilde, in dem sich eine Vielzahl differenziertester Verfasstheiten brechen, spiegeln, ausformen. Niemand, der das gehört hat, wird das so schnell vergessen können.“

Frankfurter Rundschau, 10. Januar 2015


Franz Dobler, Ein Bulle im Zug – 14. Januar 2015

„ Dobler hat mit ‚Ein Bulle im Zug’ (Tropen) einen Kriminalroman der besonderen Art vorgelegt, das fand auch die Jury der Krimi-ZEIT-Bestenliste und wählte ihn im November auf Platz 1. Der Erzähler, Lyriker, Biograf und Übersetzer ist ein sehr guter Performer auf der Bühne und wird seinen mit beeindruckendem Rhythmus erzählten Text bestens auf die Schiene setzen.“

Frankfurter Rundschau, 3. Januar 2015

Stephan Thome, Gegenspiel – 27. Januar 2015

„Thome verbindet Zeitgeschichte und persönliche Erfahrung. Seine Stärke ist die Psyche der Figuren.“

Journal Frankfurt, Nr. 3/2015

Blick nach vorn auf die Romantik, Europa und der Rhein – 10.-24. Februar 2015


„Den Spuren der Romantiker bis in die Gegenwart hinein will nun ein von Hohmann konzipiertes Festival unter dem Titel ‚Blick nach vorn auf die Romantik’ nachgehen, das den Untertitel ‚Europa und der Rhein’ trägt und damit schon einen deutlichen Hinweis auf seine Ausrichtung gibt. Das Besondere an der insgesamt zehn Veranstaltungen umfassenden Reihe ist zum einen die Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität, wo an drei Nachmittagen, die jeden frei zugänglichen Kolloquien  über den aktuellen Forschungsstand aufklären, zum anderen ist es die Ausrichtung zur Gegenwart hin, die darin besteht, dass nationale und internationale Gegenwartsschriftsteller in Lesungen und Gesprächen ihre Position  zur Romantik darlegen, so beispielsweise Feridun Zaimoglu, der Lyriker Jan Wagner oder der Schotte John Burnside.“

Journal Frankfurt, Nr. 4/2015

„Am Donnerstagabend ging es um die Engländer am Rhein. Die Anglisten Ralf Haekel (Göttingen) und Jan Wilm (Frankfurt) kamen darüber ins Gespräch, Claude De Demo und Torben Kessler vom Schauspiel Frankfurt lasen einschlägige, teils erstübersetzte Texte vor. […] Immer wieder konnte amn beim Zuhören über eigene Reisegewohnheiten nachdenken, und über die beständige Modernität der Romantik.“

Frankfurter Rundschau, 14. Februar 2015

„Im Gespräch mit Zaimoglu und Wagner verwirft Hohmann die Vorstellung, die Romantik sei eine abgeschlossene Epoche. Sie wirke noch immer.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Februar 2015

Christof Lauer Quartett, Hommage an Sidney Bechet – 26. Februar 2015

„Der Saxophonist Christof Lauer ist Jazzmusiker. Einer der besten, den es in Deutschland gibt. Und einer der eigenartigsten, den man sofort erkennt: an seinem kraftvollen Ton, an seiner wunderbar flüssigen Phrasierung, an seinem präzisen Timing, seinem achitektonischen Gespür beim Aufbau seiner Improvisationen, seinem rhythmischen Drive , der geschliffenen Artikulation und einer unglaublichen Virtuosität, die nie in Verdacht gerät, sich selbst zu genügen. […] In der intimen, gleichwohl randvollen Romanfabrik musste er nun beim Konzert … auf die Bigband verzichten,  ein Verlust aber war das nicht. […] Der Mann, der das Sopran- wie das Tenorsaxophon mit gleicher Souveränität spielt, quillt über vor musikalischer Eingebung. Ein Glück für Frankfurt, dass er hier wohnt und die Jazzszene der Stadt mit lebendig hält …“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Februar 2015

„Aber wenn dann Christof Lauer seine atemberaubenden Girlanden durch die Tonräume spannt, wenn einem Ideen, Nuancen, Reminiszenzen und Rotzigkeiten, Hochgeschwindigkeits-Linien und all diese Kleinigkeiten und Großartigkeiten nur so um die Ohren fliegen und sich mit raffinierter Dramaturgie zuspitzen und überschlagen, ohne dass musikalische Formgefühle tief verletzt würden, dann hört und spürt man auch den kühlen Abendhauch der Gegenwart.“

Frankfurter Rundschau, 2. März 2015

Frank Schulz, Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen – 4. März 2015


„Schulz ist ein Meister darin, Szenen von burlesker Situationskomik zu schreiben, die Dialoge sitzen, seine Sprache ist reich an wunderbaren Metaphern. Niemand kann von Himmel und Hölle des exzessiven Trinkens so erzählen wie er. Wie auch von den unendlichen Formen gescheiterter Lebensentwürfe, der Hypochondrie und den Dramen beim Après-Pingpong.“

Frankfurter Rundschau, 2. März 2015

Jo van Nelsens Grammophonlesung, Otto A. Bierbaum: Die Schlangendame ¬– 12. März 2015

„ es ist der Versuch, die Vergangenheit aufleben zu lassen und sie dem Publikum in ihren besten Kleidern vorzuführen, als wäre sie noch strahlende Gegenwart. […] Wenn van Nelsen an der Kurbel dreht, wirkt er so liebevoll wie ein Vater, der seinem Kind über den Kopf streicht. […] Van Nelsen lässt augenblicksweise die Belle Époque in all ihren Schattierungen auferstehen. Das ist viel mehr, als ein Publikum zum Lachen zu bringen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. März 2015


Peter Bichsel, Über das Wetter reden – 23. April 2015

„Peter Bichsel lesen, gar von ihm vorgelesen zu bekommen, das macht die Welt besser und erträglicher. Und das ganz ohne Kitsch, für lange intensive Momente. Ganz sicher.“

Frankfurter Rundschau, 7. April 2015

Eva Kruse, In Water – 27. Mai 2015


„Um das Klischee eines nordischen Jazz unter besonderem romantizistischen Einfluss der Landschaft – Schlagwort Fjorde – kommt auch Eva Kruse nicht herum. Die Musik entspricht dem bis zu einem gewissen Grad, in den Einspielungen allerdings ausgeprägter als jetzt beim Konzert in der ausverkauften Romanfabrik.“

Frankfurter Rundschau, 30 Mai 2015

Uwe Oberg & Silke Eberhard, Turns – 4. Juni 2015

„Mit diesen Voraussetzungen entwickelte sich ein himmlisches Konzert voller Überraschungen und verschiedener Schönheiten. Der voluminös scharfe Ton von Silke Eberhards Altsaxophon und Klarinette und das sensible Akkordspiel von Uwe Oberg verbanden sich zu einem enorm abwechslungsreichen Konzerterlebnis mit atonalen und liedhaften Themen, poetischen und laut insistierenden Passagen, mit Turbulenzen …, mit melodisch angeregtem Pointilismus, mit wahnwitzigen Sprungskaskaden oder Sekunden währenden Erinnerungen an Charlie Parker oder steinaltem Jump und Stride. Es war ein Abend hungriger Vielfalt, mit schäumendem Musikanten-Spaß und bestaunter Virtuosität. Es gibt nicht viel Vergleichbares.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10 Juni 2015

Jan Assmann, Exodus – 17. Juni 2015

„Hausherr Michael Hohmann jedenfalls war begeistert vom Gast aus Heidelberg, der die Reihe ‚Philosophisches Café’ zum zweiten Mal beehrte: ‚Wäre ich noch einmal Student, ich würde ihm nicht von den Augen und Füßen weichen.’ Assmann ist tatsächlich ein hinreißender Referent. Eloquent und auch für Fachfremde trug er vor, worum es ihm ging: um die Begründung einer neuen Haltung des Menschen zum Göttlichen, die auf Treue (faith) und nicht auf Fürwahrhalten (belief) beruht.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Juni 2015