Jacques Roubaud, Der verwilderte Park — 18. Januar 2011

„Ein so poetischer wie klar konstruierter Text in einer verblüffenden Sprache.“

Journal Frankfurt, Nr. 1-2 / 2011

„ … ein ganz wunderbares Buch, getragen von einer klaren, präzisen und zugleich hochpoetischen Prosa, die sich keineswegs, wie Michael Hohmann im anschließenden Gespräch mit dem Autor mutmaßte, seinen schriftstellerischen Anfängen als Verfasser von Gedichten verdankt (…) Und sei es, weil es Roubaud selbst am Ende, als es ans Signieren ging, mit stupender Leichtigkeit gelang, das Publikum für einen Augenblick an die Schwelle des oulipotischen Labyrinths zu führen, ohne daß man sich dessen auch nur gewahr wurde. Zehn Stifte lagen vor dem Autor, Kugelschreiber und Fineliner in Rot, Blau, Grün, Schwarz. Jeder konnte für Roubauds Unterschrift die eigene Lieblingsfarbe wählen. Nichts als eine Spielerei, mag sein. Jede Regel und mithin jede Entscheidung, mag man daraus lernen, hat ihre Konsequenzen, im Leben wie in der Literatur.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Januar 2011

Ingrid Noll, Ehrenwort – 25. Januar 2011

„Eine schräge Normalität pflegt Nolls Morden eigen zu sein, weshalb es kaum verwundert, daß auch dieser ’Pflegeroman’ (Hohmann) seine Leser in den skurril-komischen Horror mörderischer Absichten verstrickt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Januar 2011

Andreas Honneth, Bartleby – 2. Februar 2011

„Honneth zeigte seinen Film ’Bartleby – Melvilles Geschichte der Wall Street’ teils in deutscher, teils in englischer Fassung in der Frankfurter Romanfabrik. (…) Ob die Verortung des Anwaltsbüros in der Wallstreet Melvilles Erzählung zur ’Geschichte der Wall Street’ mache, wie Honneth glaubt, war nach der Filmvorführung heiß umstritten zwischen ihm und Klaus Reichert …“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Februar 2011

Alina Bronsky, Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche, 8. Februar 2011

„Wurde an ’Scherbenpark’ das atemlose Stakkato des Buches gerühmt, brachte Bronsky in der Romanfabrik eine ganz andere Erzählqualität zum Glänzen. Ihre Ich-Erzählerin Rosalinda, Mutter der blassen Sulfia und Großmutter der Enkelin Animar, bezeichnete die Autorin als zupackende Matriarchin im osteuropäischen Stil. Als entscheidende Kniffe, um sie just auf diese Weise zu präsentieren, erwiesen sich in der Frankfurter Lesung Rosalindas systematische Selbstverkennung und Selbstdekuvrierung. Es ist eine Autorenironie der handfesten Sorte. (…) Humorig auch, wie Bronsky Rosalinda zuschreibt, die schrägsten soziologischen Beobachtungen in erfolgreiche Kulturpraktiken umzumünzen, und sei es nur in die Erpressung entsetzter Fahrlehrer. Mit Rosalindas Kraft sollten Alina Bronsky noch viele schöne Romane gelingen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Februar 2011

Silke Scheuermann, Shanghai Performance – 1. März 2011

„ Silke Scheuermann (…) erzählt (…) von einer Verunsicherung und Verwandlung, einem Bruch, der kein Zerbrechen nach sich zieht, sondern eine Selbstentdeckung ist. Und sie erzählt, das mit einer Entschiedenheit, die aus Zaghaftigkeit eine Kampfansage macht. Alles steuert auf ein dramatisches Kapitel zu, das die Meisterschaft dieser Autorin zeigt und das Buch auf so beeindruckende wie bewegende und anrührende Weise beendet.“

Journal Frankfurt, Nr. 5 / 2011

„Auf der einen Seite, so Scheuermann, stehe der Künstler Yang Zhichao, den es wirklich gebe. Er lasse sich Erde unter die Haut einpflanzen und erfahre die Kunst am eigenen Körper. In der gegnerischen Ecke stehe Luisas Chefin Margot, die sich der Kunst nicht aussetze, sondern für ihre Projekte Menschen caste, als wäre sie Heidi Klum. Keine Frage, auf welcher Seite Scheuermann kämpft, die in die schöne Sprache ihres neuen Buches so manche menschliche Scheußlichkeit aufnimmt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. März 2011

Günter Lamprecht liest Max von der Grün – Stellenweise Glatteis – 23. März 2011

„Ein Glücksfall wollte es, daß der Stoff 1975 verfilmt wurde (…) mit Günter Lamprecht. Das 81-jährige schauspielerische Ur-Gestein (…) stellte sich für die Lese-Tour zur Verfügung – und hängte einige Kapitel aus Teil zwei seiner Autobiographie dran. (…) Lamprecht hatte ja viel mitzuteilen, und er tat es großartig. Sein Aufstieg aus ärmlichen Berliner Verhältnissen an einige der führenden deutschen Theater war in der Tat atemberaubend. (…) Es war, wie versprochen, ein Abend für zwei Köpfe mit Eigensinn.“

Offenbacher Post, 25. März 2011

Alex Capus, Léon und Louise – 29. März 2011

„ … zu gut unterhält sich das kichernde Publikum. Eventuell ist Olten ja überall und besonders da, wo Alex Capus sich gerade aufhält.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. April 2011

Markus Orths, Die Tarnkappe – 12. April 2011

„ … eine schlau zusammengesteckte und angenehm mühelos vorgetragene Lesung …“

Frankfurter Rundschau, 13. April 2011

Wolf Wondratschek, Das Geschenk – 7. Juni 1011

„Wondratschek kann sie noch immer, die Sätze, die sitzen wie eine Gerade.“

Frankfurter Rundschau, 9. Juni 2011

„Und die Gedichte als Zugaben verdeutlichen,  wieviel Mut dieser Mann hat – seit mehr als 40 Jahren …“

Offenbach Post, 9. Juni 2011

Simon Zawalinski, Der Ostpark-Blues – 15. Juni 2011

„Aus solchen Geschichten entsteht das Bild einer Stadt, einer Epoche, einer Mentalität. Frankfurt in den 60er-Jahren aus der Perspektive eines jüdischen Einwanderers.“

Journal Frankfurt, Nr. 13 / 2011

Janusz Stefanski, Das offizielle Geburtstagskonzert – 18. Juni 2011

„Janusz Stefanski hat früher einmal behauptet, er beneide Bläser. Das war schon immer unnötig und ist es mehr denn je. Er spielt sein Schlagzeug so klangfarbenreich wie ein ganzes Blasorchester.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Juni 2011