„... Der aus Franken stammende Michael Wollny ist in Frankfurt kein Unbekannter, sitzt er doch seit längerem am Piano im Trio von Heinz Sauer. Die umtriebige Eva Kruse spielt im United Women Orechstra, hilft aus bei Tied & Tickle Trio, Eric Schäfer ist in den vergangenen Jahren bekannt geworden durch sein Mitwirken in den Bands Der rote Bereich und Das rosa Rauschen. Alle drei stehen für eine Generation von jungen Jazzmusikern, der das renommierte Hamburger Jazzlabel ACT ein neues Forum bieten will mit der CD-Reihe Young German Jazz. Es ist das erste Konzert, das die Jazzinitiative Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Label veranstaltet und der Zuschauerzuspruch ist so groß, daß es vielleicht das letzte in der Romanfabrik sein wird. Man sitzt hier an kleinen Tischen, die Musik kommt unverstärkt und unverstellt, zuweilen erstaunlich klangsinnlich, dann wieder kauzig und schmunzelnd verschroben. Der Platz in der charmanten, gar nicht so jazzkellermäßigen Bar dürfte kaum ausreichen, wenn sich der Erfolg nach diesem Debüt fortsetzt...“

Frankfurter Rundschau — 13. Januar 2005


„...Michael Quast und Regine Vergeen, die das Publikum in der Frankfurter Romanfabrik mit ausgewählten Passagen aus Hermann Kinders selbst schon zum Klassiker gewordene »Die klassische Sau« begeisterten... Ein mit feiner Ironie zusammengestelltes Erotikon, das Quast und Vergeen mit komödiantischem Talent zu einer kleinen Perle der Unterhaltungskunst machen.“

Offenbach Post — 25. Januar 2005


„Es gibt solche Gelegenheiten: Man erwartet nicht viel und bringt nicht mehr als höfliches Interesse, und dann geschieht etwas ganz Seltsames — man macht eine Entdeckung. So war es an diesem Abend in der Frankfurter Romanfabrik, als der Schriftsteller Günter Herburger, Jahrgang 1932, aus seinem Buch Schlaf und Strecke ... vorlas. Günter Herburger läuft. Seit mehr als 25 Jahren. Langstrecke, aber richtig. Bis heute... Das Laufen, das Gehen, sagt Günter Herburger, sei die Bestimmung des Menschen. Drei Männer könnten ein Reh zu Tode hetzen. Das dauert etwa acht Stunden. Zwischen Lauf und Text vergehen bei Herburger mindestens sechs Monate. So lange braucht es, um die Unmittelbarkeit des Erlebens in Literatur zu verwandeln.“

Frankfurter Rundschau — 1. Februar 2005


„Genug Väterliteratur haben Klaus Hensel vom HR und Michael Hohmann, Leiter der Frankfurter Romanfabrik, in den jüngeren Verlagsprospekten gefunden, um eine kleine Reihe mit »Familiengeschichten« daraus zu machen. »Eine Generation, die rebelliert hat, aber keine wirklicher Auseinandersetzung suchte«, scheine sich nun mit »lange verschwiegenen Geschichten« zu befassen, sagte Hensel vorneweg. Das traf dann gleich zu auf Martin Pollacks »Bericht über meinen Vater«, der die vierteilige Reihe vor einem lebhaft interessierten Publikum eröffnete... 1947 wurde der gesuchte Kriegsverbrecher erschossen aufgefunden, der Mythos des »schneidigen« Vaters aber prägte die Kindheit des 1944 in Oberösterreich geborenen Sohnes...“

Frankfurter Rundschau — 11. Februar 2005


„...Einem eher unbekannten Kästner begegnete man jetzt einmal in der Frankfurter Romanfabrik. Dort präsentierten Hans Georgi und sein Assistent Meinolf Bauschulte eine Kabarett-Programm unter dem Titel »Die Welt ist rund« ... Der weltberühmte Kinderbuchautor... konnte auch anders, wie die beiden Kabarettisten aus der Eifel bewiesen. Jedenfalls hat Kästner sich nicht gescheut, den Zukurzgekommenen seine Stimme zu leihen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung — 25. Februar 2005


„Seine Geschichten erzählen allesamt von der Liebe, von emotionalen Schiffbrüchen, hormonell bedingten Höhenflügen, von Sehnsucht und der Angst, verlassen zu werden. Daß Masens Lieder trotz des Herzschmerzes dennoch nie kitschig oder gar trivial erscheinen, daß der Deutsch-Syrer mit der Gänsehautstimme von herzzerreißender Einsamkeit singen kann, ohne deshalb wie ein Vertreter der Schnulzenfraktion zu klingen, liegt daran, daß er poetische Texte mit jazzigen Arrangements und groovigen Rhythmen zu kombinieren versteht... Die Klaviatur der großen Gefühle — Masen beherrscht sie aus dem Effeff, seine einfühlsamen Texte treffen mitten ins Herz.“

Offenbach Post — 29. März 2005


„Nicht nur das matte alte Tenorsaxophon und seine kompromißlose Musik hat Heinz Sauer aus den Katakomben des Jazz mitgebracht in den lichten Konzertraum der Frankfurter Romanfabrik. Gefolgt sind ihm auch die Fans... und mit der ihm eigenen Lakonie und der kräftigen Unterstützung von Michael Wollny am Piano hebt er den U-Bahn-Zug von den Schienen...“

Frankfurter Rundschau — 19. April 2005


„Seit Dienstag hat Deutschland nicht mehr nur einen Papst. Daß auf diese Weise gleich zu Beginn der Lesung gekalauert wurde, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Literaturchef des HR, Klaus Hensel, moderierte aber in der Romanfabrik nicht Marcel Reich-Ranicki an, sondern den »Nebenpapst« der Literaturkritik, den Schriftsteller und Journalisten Hellmuth Karasek. Auch kein schlechtes Omen...“

WELT kompakt — 21. April 2005


„...eine Veranstaltung in der Frankfurter Romanfabrik, die von Thomas Kapielski bravourös bestritten wurde. Der mehrfach begabet Berliner trug aus einer im Merve- Verlag erschienenen und in der Ankündigung neben Lichtenberggestellten Aphorismussammlung »Weltgunst« vor... Der Künstler zeigte sich auch als Fotograf. Seine Dias von Haken, »ein simpler Gegenstand, der freundlich dient«, entfesselte Begeisterung im Publikum...“

Frankfurter Rundschau — 3. Juni 2005


„...Man mag geteilter Meinung über Asserates konservativ und antiquiert anmutendes Verständnis vom Manieren, Anstand und gesellschaftlichen Spielregeln sein, eines aber ist sicher: Der Mann trifft den Nerv der Zeit und spricht mit seiner soziokulturellen Sittengeschichte überraschend viele junge Leser an. Bei der Benefizlesung des Leo-Clubs jedenfalls war die Romanfabrik bis auf den letzten Platz ausverkauft...“

Offenbach Post — 25. Juni 2006


„Die Entstehungsgeschichte der Romanfabrik ist eng mit zwei eher literaturfeindlichen Orten verbunden — dem Gefängnis und dem Bordell. Peter Zingler saß im Knast und schrieb, der Bordellbesitzer Dieter Engel versprach, ihn in der Freiheit zu unterstützen, kaufte ein Haus im damals durchaus nicht feinen Frankfurter Ostend, richtete im Kellergewölbe eine Kneipe ein, und fertig war ein nicht ganz alltäglicher Ort für Lesungen und ein zumindest angenehmer Ort für Besäufnisse. Das war im Jahr 1985. Mittlerweile ist die Romanfabrik... in die nicht ganz so alternativ wirkenden Räume auf dem Union-Gelände an der Hanauer Landstraße gezogen. Und dort wird Geburtstag gefeiert, mindestens einen Monat lang...“

Frankfurter Rundschau — 26. August 2005


„Michael Hohmann, der Chef der Frankfurter Romanfabrik hat seine Literatureinrichtung durch bessere und schlechtere Zeiten hindurch wacker zu ihrem heutigen Erfolg und zum 20-jährigen Bestehen geführt.“

Frankfurter Neue Presse — 27. August 2005


„... Auf die »Urgesteine« der Frankfurter Kulturinstitution folgte am Abend in der 1999 eröffneten »neuen« Romanfabrik an der Hanauer Landstraße ein künstlerischer Reigen aus Literatur und Musik, der mit seiner Mischung aus erwartungsfroher Heiterkeit, aber auch nachdenklicher Melancholie bezauberte... Der Höhepunkt des Abends war der verstorbenen Anne Bärenz gewidmet: Von Neumeyer am Klavier, Sauer am Saxophon und Wuchner am Baß begleitet, sang Fischmann ein Lieblingslied der Künstlerin: »Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, möchte ich etwas glücklich sein.«“

Frankfurter Allgemeine Zeitung — 5. September 2005


„Wie selbstverständlich: Das Moscow Art Trio läßt sein Publikum in der Romanfabrik erneut staunen... Diese polyvalente Musik wirkt keineswegs erklügelt, alles erscheint wie selbstverständlich...“

Frankfurter Rundschau — 1. Oktober 2005


„Noch am Tag zuvor hatte er sie geübt, und nun machten ihm die spanischen Namen doch zu schaffen. Jean-Christophe Ammann nahm ihn mit charmanter Souveränität hin: den Zungensalat, den ihm Cervantes bescherte. Nach Hartmut Holzapfel, dem ehemaligen hessischen Kultusminister, las jetzt der ehemalige Direktor des Museums für Moderne Kunst in der Romanfabrik aus »Don Quijote«, dessen erster Teil vor vierhundert Jahren erschienen ist. Aus diesem Anlaß veranstaltet Hausherr Michael Hohmann eine Lesereihe mit »fünf Rittern« aus der hessischen Kulturlandschaft: Am 11. Oktober folgt Holger Weinert vom Hessenfernsehen, am 18. der Jazzmusiker Emil Mangelsdorff und am 23. Oktober Stalburg-Prinzipal Michael Herl. Susanne Kohnen (Barockoboe) und Johannes Vogt (Laute) runden die Lesungen mit Musik aus dem Goldenen Zeitalter ab...“

Frankfurter Allgemeine Zeitung — 6. Oktober 2005


„... Denn »Schattentag«, den Wagner jetzt in der Romanfabrik Frankfurt vorstellte, ist eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen, eine Innenschau... Katastrophen, und das ist typisch für Jan Costin Wagner, sind vor allem menschliche Katastrophen, kein Schicksal. Weil, gesteht ein scheuer, aber dafür um so sympathischerer Autor, — der übrigens mit mehreren Eigenkompositionen am Piano beweist, daß er noch vielmehr Talente hat — im Verlauf dieses Abends...“

Offenbach Post — 10.Oktober 2005


„Einem wie Frank Goosen könnte man ewig zuhören, ganz egal, ob er von durchgeknallten Studienräten erzählt, von der irgendwie liebenswerten Unbeholfenheit seiner Protagonisten in amourösen Dingen oder davon, wie skurril das »ganz normale« Leben sein kann....“

Offenbach Post — 25. Oktober 2005


„... Angestoßen vom im Februar nächsten Jahres bevorstehenden 150. Geburtstag des stets stilsicheren romantischen Freigeists hat (der Hörfunkmoderator Volker Rebell) gemeinsam mit dem Ensemble der Frankfurter Frühjahrskollektion eine Programm mit dem Titel »Heinrich Heine goes Pop« entwickelt, das in der Romanfabrik Premiere hatte... (Sie) stellen ihre quer durch das Werk reichende Auswahl aus der Lyrik und Prosa Heinrich Heines in bunt gescheckte musikalische Zusammenhänge zwischen Jazz, Rock, Boogie, Madrigalgesang und Bach’schem Barock...“

Frankfurter Rundschau — 5. November 2005


„Es war einmal eine junge Frau mit großen dunklen Kulleraugen und einer ziemlich großen Stimme — aber eigentlich hat sie Pianistin werden wollen. Ein Glück: Denn in der Klavierklasse der Frankfurter Musikhochschule stieß Sabine Fischmann auf den Pianisten Thorsten Larbig... Fischmann, die sich an der Musikhochschule ein maßgeschneidertes Studienprogramm zwischen Chanson, klassischem Gesang und Schauspiel zusammenstellen durfte und schon vor dem Konzertexamen in zahlreichen Produktionen zu sehen war, hat sich zu einer festen Größe im hiesigen Kleinkunstbetrieb entwickelt — und weit darüber hinaus. Nun haben Fischmann und Larbig in der Frankfurter Romanfabrik mit einem Chansonabend ihr jüngstes Projekt vorgestellt: »Frag alles was du willst«... Gelegenheit für Fischmann, nicht nur ihre komisch-skurrile Seite auszuspielen, sondern auch leisere Töne anzuschlagen. Die Balance hart an der Kitschgrenze gelingt ihr dabei ebensogut wie der Jazz in der Stimme und der Opernton, für den sie sich dann schon einmal in die große Pose wirft...“

Frankfurter Allgemeine Zeitung — 24. November 2005


„...Kein Wunder, daß dieser Autor (Detlef Opitz), der nun zu Gast in der Romanfabrik war, nur alle zehn Jahre ein Buch auf den Markt bringt. Auf einen Roman wie diesen erlesenen Krimi wartet man allerdings gern. Denn der »Büchermörder« ist weniger ein historischer Roman über einen Besessenen, der mordete, um sich seine Monomanie leisten zu können, als vielmehr die Geschichte einer Ermittlung unserer Tage mit Passagen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts... ein Buch, das an sprachlicher Virtuosität seinesgleichen sucht.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung — 17. Dezember 2005


„Anti von Klewitz bringt es auf einen einfachen Nenner: »Alle Musik ist entweder zum Tanzen oder zum Heulen.« Die Geigerin und Sängerin der Gruppe Csókolom (was ungefähr meint: Küss die Hand...) vermag beides. Sie kann mit ihrem Fiedel-Spiel das Tanzbein schwingen lassen, aber auch ans Herz rühren. Und das Publikum in der Frankfurter Romanfabrik bricht zwar weder in Tränen aus, noch stürmt man zum Tanzen, aber der Beifall ist lang, die Zustimmung lebhaft... die Gruppe beschränkt sich nicht auf das hier zu Lande sattsam bekannte Repertoire, sondern hat sich intensiv mit Tänzen und Liedern beschäftigt. Eine Sorgfalt, die man bis ins Detail hinein spürt...“

Frankfurter Rundschau — 14. Dezember 2005