»...spielt die Band perfekt. Noch einmal alles neu beleuchten, noch einmal schöner lügen, als es der Filmriß erlaubt: „Das ist die Zeit der Irren und Idioten“, singt Wenzel vor den Zugaben – keiner mag ihm widersprechen. Rimbaud steht Pate, und die Polkadusche spült den Zeitgeist ins Genick. Aufrecht gehen wir nach Hause.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. 2. 2002


»...Pablo Ziegler verbindet die Dramatik des Tangos mit spielerisch wirkenden Jazzelementen. Zuweilen wirken die Klangfarben leuchtend hell wie bei Debussy oder Ravel. Walter Castro spielt ein traumwandlerisch tanzendes Bandoneon. Sein Instrument hat einen förmlich singenden Ton. Virtuos atmet es in dem Geiste Piazollas.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. 3. 2002


»...Aberwitzig, durchsetzt von Dialekt und Milieujargon, geprägt durch ein wahres Feuerwerk sind die von Frank Schulz vorgetragenen Szenen...«

Frankfurter Rundschau vom 11. 4. 2002


»...Viel Aufsehen wird Wolf Wondatscheks neuer, bei Hanser erschienener Roman „Mozarts Friseur“, aus dem der Autor in der Romanfabrik las, denn auch nicht erregen. Um in der neudeutschen „Hugendubel“-Kultur Erfolg zu haben, ist das Buch ohnehin zu unscheinbar und zu subtil...«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. 4. 2002


»...Vieles bleibt offen im gewaltigen Assoziationsraum, den Marcel Beyers Gedichte aufschließen. Und doch hinterlassen sie ein spürbares Unbehagen, weil sie in zerstörte Bezirke führen, die dem Vergessen anheimgefallen sind.«

Frankfurter Rundschau vom 31. 5. 2002


»Blindheit als Gewinn. Elettra de Salvos denkwürdige Performance on der Romanfabrik... „Das Spiel ist dem Text abträglich“, hat Marguerite Duras einmal übers Theater gesagt. Hier jedoch wird nicht gespielt. Es gibt keine Bühne, keine Dekorationen, keine mimisch-gestische Präsenz. Die Vorstellungskraft wird durch Abstraktion in Gang gesetzt, Bilder entstehen vor dem geistigen Auge. Elettra de Salvos Performance – mit den Tänzern Renata Irio, Johanna Korgel, Volnei Schneider und dem Schauspieler Stéphane Bittoun – markiert nicht zuletzt auch eine angemessene Möglichkeit des Umgangs mit den philosophisch durchtränkten Texten von Marguerite Duras.«

Offenbach Post vom 11. 6. 2002


»...“Unplugged“ , das neue Programm, das Anne Bärenz und Frank Wolff in der Romanfabrik herausgebracht haben, ist vielleicht das bislang persönlichste der beiden... ein Lieder- und Kammermusikabend mit hausmusikalischem Charakter. Gut unterhalten kann man sich fühlen, schon weil es sich überwiegend um musikalische Stoffe mit bezwingendem melodischem Reiz handelt. Wenn sie noch dazu mit solchem Charme gebracht werden, kann ja nicht mehr viel schiefgehen.«

Frankfurter Rundschau vom 6. 9. 2002


»...Aber vor allem solistisch ist Marc Copland eine Entdeckung. Fesselnde harmonische Experimente entwickelt der Mann mit den ungeheuer beweglichen langen Fingern, nicht üppig wuchernd wie bei Keith Jarrett, sondern asketisch klar...«

Frankfurter Rundschau vom 13. 9. 2002


»Chamäleon Chanson: Mal rockig mit Begleitband, mal klassisch mit Klavier, mal nur Mann-mit-Gitarre, mal wirbelig-launig durch alle Sparten präsentieren sich die sechs Endkandidaten beim „Zarah Wettbewerb 2002“ in der Romanfabrik. Und hatten so gut wie nichts gemeinsam, außer daß sie auf deutsch sangen, je drei Eigenkompositionen und einen Fremdtitel darboten, aus 41 Bewerbern ausgewählt und nach Frankfurt eingeladen wurden. Sieger wurde der 1955 in Leipzig geborene Sänger und Gitarrist Jörg „Ko“ Kokott, der die Jury durch sein „einzigartiges Abschiedslied“ mit fröhlichem Unterton und seine „warme, kraftvolle“ Stimme überzeugte, vor allem aber, weil er „unangestrengt und auf hohem Niveau komplexe Musik präsentierte“... 2000 Euro gab es dafür, weitere 500 gingen an den quirligen Sänger Masen mit seiner originell besetzten Band, den das Publikum zum Abendsieger kürte... Für den Leipziger Johannes Kirchberg, Jahrgang 1973, den hoch begabten kühlen Blonden und seinen hervorragenden Pianisten Enrico Wirth schuf die Jury... spontan einen zweiten Preis, bestehend aus einem Auftritt in der Romanfabrik...«

Frankfurter Rundschau vom 23. 9. 2002


»...markiert das „Zarah“-Festival 2002 eine Besinnung auf die Tradition der deutschen Liedermacher, die seit dem künstlerischen Abstieg von Mey, Wader, Degenhardt und Genossen fast vergessen schien.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. 9. 2002