»Meeresrausch erfüllt den Raum, geht in sphärische Klänge über. Da werden von der Galerie Sätze gesprochen, gehaucht, wiederholt, raunend aufgelöst und dann wieder rhythmisch von Bongoschlägen begleitet. Sätze von Marie Luise Kaschnitz, die am 31. Januar ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Keine der üblichen Lesungen wollten Amy Leverenz, Peter Bauer, Heike Michaelis und Alberto Mompellio präsentieren und luden deshalb in die Frankfurter Romanfabrik zu einer Kaschnitz-Performance, die Augen, Ohren und – zählt man den Genuß von Gummibärchen dazu – auch die Geschmacksnerven ansprechen sollte...«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. 1. 2001


»...In der musikalischen Lesung „Concerti Piccoli“ zeichnet die Sängerin Amy Leverenz, der Schauspieler Peter Bauer und die Percussionistin Heike Michaelis in der Romanfabrik das Leben der Kaschnitz nach... Schaurig schön beschwört... Leverenz mit schrägen Tönen die leuchtenden Sprachbilder und bis hin zur Atemlosigkeit verdichteten tödlichen Visionen. Langsam durchzieht das Grauen die harmonisch perlenden Worte (Musik von Alberto Mompellio, Erik Freitag, Piero Milesi und Maurizio Martelli). Eindrücklicher könnte das Nebeneinander von Beethoven und Auschwitz, Kleingartenidylle und Vernichtungskrieg in der geschichte der Deutschen kaum in die Sinne gehen... Immer wieder brechen die drei Künstler ironisch die melancholischen bis sarkastischen Gedichte, spielen mit den Klischees, die der Schriftstellerin bis heute anhaften: von der verklärten Elfenbeinturm-Prinzessin bis zur touristischen Reduzierung auf ein Markenzeichen: „Er fährt mit Verspätung ein: der ICE ’Marie Luise Kaschnitz’... Diese musikalische Reise in Leben, Werk und Zeit der Kaschnitz hinterläßt einen Reichtum an widersprüchlichen (Seelen-) Bildern.«

Frankfurter Rundschau vom 13. 1. 2001


»...gab es bei der Vorstellung der neuübersetzten Carvalho-Geschichte in der Romanfabrik Hackfleisch mit Ingwer à la Mantalbán als kleinen Vorgeschmack auf den Speiseplan des Detektivs...«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. 3. 2001


»Bebop-Hommage mit dem Frankfurt Jazz Trio... Lenz kann am Bass Geschichten erzählen, und er tut das mit der Einfühlsamkeit eines großen Romantikers. Cremer kann mit seinen Schlegeln einen Big Band zusammenhalten, findet aber in Trio-Besetzung zu filigranen, wichtigen Läufen. Und Polziehn, der auch für die Arrangements verantwortlich zeichnet, ist eine der wichtigsten und interessantesten pianistischen Entdeckungen der letzten Jahre. Ob Dizzy ob Bird, ob Monk ob Brown: sie hätten an diesem Abend ihre Freude gehabt.«

Frankfurter Rundschau vom 5. 6. 2001


»Das deutsche Chanson hat, so scheint’s, keine Nachwuchssorgen: 37 Solisten oder Gruppen aus deutschsprachigen Landen hatten sich für das „Festival Neues Deutsches Chanson“ in der Frankfurter Romanfabrik beworben, sechs junge und jüngere Künstler wurden schließlich eingeladen... Würdige Träger des mit 3000 Mark dotierten „Zarah“-Preises waren „Schall und Hauch“. Doch nicht nur die Jury war von den beiden überzeugt, auch die Zuschauer stimmten mehrheitlich für „Schall und Hauch“, so daß sie auch den (dotiert mit 1000 Mark) Publikumspreis erhielten. Den „Innovationspreis“ (ebenfalls 1000 Mark) wandelte die Jury spontan in einen Zweiten Preis um, der an Torsten Riemann ging.«

Frankfurter Rundschau vom 1. 10. 2001


»Gerhard Polt begeisterte auf Einladung de Romanfabrik sein Publikum in der Frankfurter Union-Halle...«

Frankfurter Neue Presse vom 24. 11. 2001


»Gerhard Polt, Bajuware, beobachtet scharf die bedrohlichen Abgründe im Durchschnittsbürger. Und er macht was draus: böse Kabarettstückstückchen „wia im richtigen Leben“: Bei seinem Frankfurter Gastspiel in der Romanfabrik hat der Münchner Satiriker wieder einmal „so was wie a Dimension“ gegeben, die zum Lachen reizt, aber zum Fürchten ist.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. 11. 2001