»Zwei Menschen von so unterschiedlichem Temperament und Schreibstil gemeinsam auf die Lesebühne zu bringen – mit diesem durchaus gewagten Unterfangen startete die erste Benefiz-Veranstaltung der neuen Frankfurter Romanfabrik... im bis auf den letzten Stehplatz besetzten Saal... So steigerten sich Matthias Altenburg und Matthias Beltz, die alternierend Lesenden, immer dichter flochten sich die Lesestücke ineinander – und erhielten schließlich reichlich Applaus.«

Frankfurter Neue Presse vom 20. 1. 2000


»...Sander, anfangs noch leicht von Nebengeräuschen aller Art irritiert, fand trotz hoher Temperaturen rasch zum inneren Gleichgewicht zurück und rang ohne Umschweife lesend in Montaignes Texte ein. Daß dabei immer wieder ein verschmitztes Lächeln über sein Antlitz huschte, lag an der köstlichen Selbstironie des Autors...«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. 5. 2000


»...Im gedenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen Schriftsteller veranstalteten Freunde und ehemalige Kollegen gestern in der Frankfurter Romanfabrik einen Abend mit Lesungen und Musik... Herbert Heckmann, der am 25. September 70 Jahre alt werden würde, hätte wohlgoutiert, daß die Zutaten zu diesem Abend etwas erreichten, das nur mit Heckmann selbst beschrieben werden kann. „Er wollte aus der Welt gehen, hat aber den Weg nicht gefunden.“«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. 9. 2000


» ... Der Chansonwettbewerb unter er Schirmherrschaft von Erika Pluhar riß mit fast allen Teilnehmern das Publikum hin... Leider konnte nur einer der Lieblinge per Wahlzettel der Publikumspreis verliehen werden. Den gewann das Berliner Duo „Malediva“ mit seinem Pianisten Florian Ludewig. Die melancholisch-ironischen Lieder der beiden jungen Sänger wurden mit minutenlangem Applaus bedacht... Den Hauptpreis ersang sich „Zimtfisch“ aus Berlin mit seinen „Barbeatchansons“... Hörenswert waren die Kandidaten alle. Es bleibt zu hoffen, daß sie bald wieder in der Romanfabrik auftreten.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. 10. 2000


»Bob Degen, der nach längerer Abwesenheit für ein paar Konzerte aus Amerika herüber kam, glüht vor innerer Spielfreude, und Stephan Schmolck ist ohnehin eine Bassist, an dessen melodiösem, integrativ wirkenden Spiel, durchsetzt mit vielen perkussiven, leise schnarrenden, klackernden Pizzicato-Effekten, man sich kaum je satt hören kann. Selten konnte sich Heinz Sauers floskellose Sprödigkeit in solcher Wärme entfalten. Nie bleibt hier irgend etwas eindeutig, aber stets alles klar. Als das Trio nach einer Stunde zu spielen aufhört, ist jedem im Saal bewußt, daß so eine Intensität kaum länger aufrecht zu erhalten gewesen wäre, aber jeder bedauert, daß diese Musik überhaupt aufhören muß.«

Frankfurter Rundschau vom 8. 12. 2000


»...um das Kaschnitz-Jahr gebührend zu feiern. Den Auftakt gibt die Romanfabrik. Am 12. und 13. Januar wird Amy Leverenz in der Hanauer Landstraße ein Bild-Text-Ton-Schauspiel vorstellen, das auf längeren Recherchen der Regisseurin, auf Gesprächen mit der Tochter von Kaschnitz wie auf Besuchen im Marburger Literatur-Archiv beruht. Die Inszenierung wird anschließend auf Tournee gehen...«

Frankfurter Neue Presse vom 21. 12. 2000