Vielfach finden sich in der Musikgeschichte Kompositionen, die durch literarische Texte unterschiedlichster Art inspiriert wurden. Aber auch umgekehrt finden sich literarische Texte, die durch Musik inspiriert oder beeinflusst sind. Wenn es in solchen Fällen darum geht, einen wie auch immer geartet Inhalt - einen Gedanken, eine Idee, ein Gefühl, eine Entwicklung etc. - in das andere Medium zu übertragen, ist es faszinierend zu beobachten, wie der „Inhalt“ dadurch neu und anders beleuchtet und damit auch transformiert wird. Ganz besonders spannend sind Beispiele, bei denen dieser Prozess der Übertragung in das andere Medium - wie eine Kette gereiht - mehrfach „hin und zurück“ durchlaufen wird.
Die Wechselwirkung von Text und Musik wird in der neuen Reihe in der Romanfabrik - anknüpfend an die Vorangegangene („Von der musikalischen Kraft der Sprache“) - auf eine neue und andere Weise beleuchtet. In der Gegenüberstellung von Textrezitation und musikalischer Aufführung wird der Wechsel des Mediums direkt erfahrbar und öffnet Räume für individuelle Erfahrungen und Deutungen. In fünf Veranstaltungen wird dieser Transfer zwischen den Medien anhand unterschiedlicher Beispiele aus Musik und Literatur thematisiert.

Eine Reihe der Romanfabrik in Zusammenarbeit mit dem Mutare Ensemble und der Jungen Deutschen Philharmonie Frankfurt. Mit freundlicher Unterstützung der Adolf und Luisa Haeuser Stiftung.