Claude Debussy und Maurice Ravel

Claude Debussy (1862-1918) und Maurice Ravel (1875-1937) gelten nicht nur als Hauptvertreter des Impressionismus in der Musik. Beide setzen sich ab vom vorherrschenden „Wagnérisme“ und finden in Erik Satie einen Weggefährten in ihrem Bestreben, die Musik neu zu begründen.

Ravel betont in seinem Schaffen seine baskisch/spanische Herkunft, dazu paßt die Aufnahme orientalischer Musiktraditionen, weiterhin nimmt er auch Elemente des Jazz in seinem Schaffen auf. Für Claude Debussy war die Begegnung mit der javanesischen Gamelan-Musik auf der Pariser Weltausstellung 1889 entscheidend: Er schuf in seinen Werken eine neue Harmonik, inspiriert von Pentatonik und Ganztonleitern. Wie Ravel verwendet auch er Elemente des Jazz und der spanischen Musik.

Debussy und Ravel schaffen in Europa und für die Welt einen Wendepunkt in der Musik, indem sie die klassischen und romantischen Harmonie- und Klangvorstellungen hinter sich lassen. An diesem Beispiel zeigt sich, welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn man sich auf das Fremde einläßt.

Im Mittelpunkt der neuen Kammermusikreihe in der Romanfabrik standen Kompositionen von Claude Debussy und Maurice Ravel, deren Werke an allen Konzertabend aufgeführt wurden. Darüber hinaus erklangen Werke, die bei Ravel und Debussy kompositorische Impulse freisetzten, oder solche, die wiederum durch Werke der beiden inspiriert wurden.

Eine Konzertreihe in der Romanfabrik. Veranstaltet von der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Mutare Ensemble und der Romanfabrik.