Hildegard E. Keller

»Hildegard E. Keller«
Was wir scheinen
Text

Die Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Hildegard E. Keller hat mit ihrem Romandebüt Was wir scheinen (Eichborn) eine lebendige Annäherung an Hannah Arendt (1906-975) vorgelegt. Wir folgen der Protagonistin im Sommer 1975 zunächst auf ihrer Reise von New York in ein Tessiner Dorf im Hinterland von Locarno, wo sie ihren letzten Urlaub verbringt. In diesem Erzählstrang erinnert sich die fast 68-jährige an Menschen, die ihr Leben, ihre Flucht über Paris und Lissabon nach New York begleitet haben, darunter Karl Jaspers und Walter Benjamin.

Auf einer zweiten Erzählebene erleben wir die Hauptfigur in Amerika, wie sie allmählich mit ihrem Mann und ihrer Mutter eine neue Heimat findet, auch als Professorin in Berkeley, auf jüdischer Mission im zerstörten Wiesbaden und schließlich in Jerusalem. Hier beginnt die Erschütterung von Freund und Feind, die sie mit ihren Reportagen aus Jerusalem über den Eichmann-Prozeß ausgelöst hat. Mit diesen, später als Buch unter dem Titel „Eichmann in Jerusalem“ erschienen, hat Hannah Arendt den Begriff von der Banalität des Bösen in die Welt gesetzt. Der Roman geht auf erzählerisch kühne Weise der Frage nach, welchen Preis Hannah Arendt für Freiheit und Unabhängigkeit bezahlt hat.

In Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia.

 

Dienstag, 01. Juni / 20.00 UHR 
Eintritt: 7 Euro (ermäßigt: 4 Euro)

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