Jan Koneffke
(c) Isolde Ohlbaum

»Jan Koneffke«
Die Tsantsa-Memoiren
Text

Es handelt sich um eine völlig verrückte Geschichte: Ein Schrumpfkopf, in der südamerikanischen Jivaro-Sprache „Tsantsa“ genannt, beginnt bei seinem ersten namentlich genannten Besitzer in Caracas im Jahr 1780 Empfindungen zu verspüren, erwacht langsam zum Leben. Und so kommt es, daß dieser Tsantsa nicht nur zum Erzähler lateinamerikanischer Gegebenheiten wird, sondern im Laufe mehrerer Besitzerwechsel auch Zeitzeuge und Kommentator europäischer Geschichte wird. Er stört Theateraufführungen und Opern durch seine Kommentare, ist Zeitzeuge der Revolution von 1848, erlebt sogar die erste deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche.

Eine groteske Schelmengeschichte in einer üppigen, phantasievollen Sprache hat Jan Koneffke verfaßt, er erzählt absichtsvoll aus der Perspektive eines Opfers, das menschenverachtende Reden von Forschern, Rassisten und Nazis zu hören bekommt und kommentiert. Die Tsantsa-Memoiren erschien im Verlag Galiani.

 

Dienstag, 17. November / 20.00 UHR 
Eintritt: 7 Euro (ermäßigt: 4 Euro)

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