Lasha Bugadze
Laura J. Gerlach

»Lasha Bugadze«
Antimedea (Medea - Mythos vs. Realität)
Text

Medeas Gestalt ist in den Mythologien und Überlieferungen kontrovers dargestellt. Bei Euripides hilft die in Jason verliebte Frau, das goldene Vlies zu erbeuten und flieht zusammen mit den Argonauten aus ihrer Heimat. In Korinth lebt sie einige Zeit glücklich zusammen mit ihrem Mann und zwei Söhnen, bis Jason seine Frau verläßt, um die Tochter des Königs Kreon zu heiraten. Aus Rache ermordet die Betrogene Kreon, seine Tochter und ihre eigenen Kinder.

In der georgischen Tradition hingegen ist Medea eine Königstochter von göttlicher Abstammung, eine weise Frau, die sich mit Heilkunde befaßt und wohl das älteste Leitbild einer emanzipierten Frau darstellt. Der georgische Schriftsteller und Dramaturg Lasha Bugadze beleuchtet in seinem Stück Antimedea das Problem aus heutiger Sicht.

Lasha Bugadze, geboren 1977 in Tbilissi, zählt zu den wichtigsten Autoren Georgiens. Seine Romane und Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

Moderation: Prof. Manana Tandaschwili. Übersetzung: Anastasia Kamarauli.

Eine Veranstaltung des Frankfurter Literatursalons EUTERPE.

Mittwoch, 18. April / 20.00 UHR 
Eintritt: 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro)

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Telefonisch unter 069/49084828 oder per E-Mail...

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