Franzobel
(c) Dirk Skiba

»Franzobel«
Das Floß der Medusa
Text

Der österreichische Autor Franzobel greift ein 200 Jahre altes Ereignis auf, das schon den Maler Géricault beschäftigte. Vor der senegalesischen Küste kenterte im Sommer 1816 die französische Fregatte Medusa mit 400 Menschen an Bord. Für knapp 150 Besatzungsmitglieder baute man mangels genügender Rettungsboote ein Floß, von denen aber nur 15 Menschen gerettet wurden. Die näheren Umstände waren politisch und moralisch ein Skandal. Das Unglück nahm seinen Lauf mit der Benennung des Kapitäns der Fregatte, einem unfähigen Salon-Marineoffizier, und erlebte den Höhepunkt mit Mord und Kannibalismus auf dem Floß.

Franzobel macht daraus mit trockenen, manchmal süffigen Worten einen großen Roman, der historisch Überlebende portraitiert und sie an der langen Leine des Erzählers zu Akteuren seines Romans macht. Franzobels Sprache ist entsprechend grob, der Stil unumgänglich grotesk. Das Floß der Medusa erschien bei Zsolnay.

Dienstag, 20. Februar / 20.00 UHR 
Eintritt: 7 Euro (ermäßigt: 4 Euro)

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