Im Jahre 1998 zeichnete sich auch die sicherlich bedeutsamste Veränderung in der Geschichte der Romanfabrik ab. Der Mietvertrag für den Keller in der Uhlandstraße lief aus. Es ergab sich zu dieser Zeit ein Kontakt zu Ardi Goldman, Frankfurter Großinvestor. Er plante, das Gelände des ehemaligen Frankfurter Brauhauses auf der Hanauer Landstraße neu zu gestalten und hielt es für wünschenswert, dort auch einer Kultureinrichtung Platz zu bieten. Nach langem Nachdenken und zahlreichen Diskussionen im Vorstand und auf Mitgliederversammlungen entschloß sich der Verein Romanfabrik, das Wagnis einzugehen, den Umzug an diesen neuen Ort im Ostend zu wagen. Die Nachteile — Aufgabe des alten Standortes, größere Entfernung von der Stadtmitte — erhielten den Vorzügen gegenüber — größere und angemessenere Räumlichkeiten — letztlich das Nachsehen. Aber das Projekt „Union“ war noch im Bau, das heißt, der geplante Einzugstermin Herbst 1998 verzögerte sich mindestens um ein Jahr.